Die Ursachen einer Depression - Was kann Depressionen auslösen?
Bis heute weiß man nicht genau, warum eine Depression wirklich
entsteht. Es wird angenommen, daß viele verschiedene Faktoren
bei der Entstehung der Krankheit beteiligt sind.
Hier die möglichen Ursachen von Depressionen:
Verlust und Verlustängste
Fast jeder Mensch hat an sich und seine Umwelt bestimmte Erwartungen
und Wünsche. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden,
entsteht Wut und man kämpft dagegen an, oder man ist enttäuscht
und fällt vielleicht in eine tiefe Krise. Wie der einzelne
reagiert, hängt von seiner Lebenseinstellung und seiner Lebenserfahrung
ab. Depressionen werden von negativen Lebenseinstellungen zu sich
selbst, der Situation und der Zukunft gefördert. Man bewertet
die eigene Situation als ausweglos, man fühlt sich als Versager.
Wenn man zum Beispiel seine Arbeit verliert, glaubt man, nie mehr
eine Arbeit zu finden. Wenn man seinen Partner verliert, glaubt
man, nicht liebenswert zu sein und nie mehr einen Partner zu finden.
Man zieht sich so immer weiter aus der Umwelt zurück, weil
man glaubt, wertlos zu sein.
Störungen in der Kindheit
- Gewalt in der Familie, zum Beispiel schlagende Eltern, können
dazu führen, daß Kinder depressiv werden
- gestörtes Selbstwertgefühl durch ständige Erniedrigungen
oder Verschrottung
- Isolation von der Außenwelt, kaum soziale Kontakte
- Ablehnung durch die Eltern wegen vermeintlich zu geringer Leistung
- zwanghafte Sauberkeit
- Liebesentzug
Eine schlechte Kindheit kann also auf jeden Fall als Grundstein
einer depressiven Erkrankung angesehen werden.
Diese Störungen können sich bis ins Erwachsenenalter durchschleppen
und auch erst wesentlich später eine Depression verursachen.
Traumatische Faktoren
Ein weiterer Faktor, der die Depression fördert, ist das Erleben
von schmerzlichen Erfahrungen, die jeder Mensch zwangsweise erfahren
muss. Diese Erfahrungen werden vom Gehirn abgespeichert und manchmal
in ähnlichen Situationen wieder aufgerufen. Das kann manchmal
der Auslöser für eine Depression sein. Solche schmerzhaften
Erfahrungen können zum Beispiel eine zwischenmenschliche Kränkung
sein, ein schwerer Unfall oder der Verlust der Eltern. Weitere Faktoren
sind auch:
- finanzielle Not
- Konflikte in der Familie
- soziale Isolation
- Scheidung oder Partnerverlust
- Krankheit
- Stress
- Missbrauch
- psychischer Druck
Erbliche Veranlagung
Kinder von an einer Depression erkrankten Menschen haben ein höheres
Risiko, auch an dieser Krankheit zu erkranken.
Körperliche Erkrankungen
Auch körperliche Erkrankungen können eine Depression auslösen:
- dauernde Schmerzen
- Erkrankungen der Leber
- chronische Erkrankungen
- Erkrankungen der Schilddrüse
- schwerwiegende Infektionen, wie zum Beispiel HIV
- Parkinson
- Alkohol- oder Tablettenmissbrauch
- Krankheiten, die das Aussehen des Erkrankten betreffen, wie zum
Beispiel eine schwere
Akne, Schuppenflechte,
oder eine körperliche Behinderung
Biologische Faktoren
Bei an einer Depression erkrankten Menschen ist ein veränderter
Haushalt von Neurotransmittern festgestellt worden. Diese Transmitter
sind Botenstoffe, die für die Weiterleitung von Nervenimpulsen
mitbeteiligt sind. Bei an einer Depression erkrankten Menschen herrscht
ein Mangel an Noradrenalin und Serotonin. Man setzt deswegen bei
der Behandlung der Krankheit Medikamente ein, die die Konzentration
dieser Stoffe im Gehirn wieder erhöhen.
Auch ein geänderter Hormonhaushalt kann für eine Depression
mitverantwortlich sein. So ist zum Beispiel des öfteren zu
beobachten, daß Frauen nach der Geburt oder in den Wechseljahren
häufiger an einer Depression erkrankten.
...weitere Risikofaktoren
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