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Das Leben ist sinnlos, warum lebe ich überhaupt?
Erkrankte, die von Gedanken der Leere, der Sinnlosigkeit oder des Überflusses
am Leben gequält werden und sich davon nicht mehr lösen können,
stellen sich oft diese Frage. Oft taucht dann irgendwann in den Gedanken oder
in den Phantasien der Gedanke an eine Selbsttötung auf. Diese Gedanken lassen
sich dann nicht mehr verdrängen und führen häufig zu entsprechenden
Aktivitäten wie um Beispiel dem Sammeln von Tabletten oder der Ausschau nach
Hochhäusern. Nach und nach entwickelt sich so ein immer detaillierterer Plan
des Endes. Diese Entwicklung kann bei jedem Erkrankten unterschiedlich lange
dauern. Bei manchen kann dies ziemlich schnell innerhalb weniger Stunden passieren,
andere brauchen dafür mehrere Monate. Der Selbstmordversuch geschieht dann
bei dem Erkrankten meist mit einem inneren Gefühl der Ruhe und der Befreiung.
Außenstehende bemerken meist eine plötzliche Aufhellung der Stimmung,
so als gehe die Krankheit vorüber. Das Risiko einer Selbsttötung
darf bei einer Depression nicht verharmlost werden. Man geht davon aus, daß
circa 10 % aller schwer an einer Depression erkrankten Menschen einen Selbstmordversuch
durchführt, wenn die Krankheit nicht behandelt wird. | |