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wo ist die grenze


 

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ani




Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 29.06.2009 15:44    Titel: wo ist die grenze   Antworten mit Zitat

wo ist eigentlich die grenze zwischen einer psychischen krankheit und extremer niedergeschlagenheit als resultat aus dem bewusstsein, dass das leben übergeordnet keinen sinn hat?

das thema "sinn des lebens" *floskel floskel* wird zwar fast schon belächelt, aber wer denkt nicht darüber nach?
und die persönliche antwort kann schon ziemlich maßgebend sein dafür, wie man sich verhält...

was meint ihr denn dazu?

hoffe, das thema ödet euch nicht schon an Embarassed
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jessa


Moderator




Anmeldungsdatum: 31.01.2009
Beiträge: 5591
Wohnort: Stuhr (bei Bremen)

BeitragVerfasst am: 29.06.2009 17:13    Titel:   Antworten mit Zitat

oh je, du stellst fragen.... Laughing

ich denke, eine krankheit ist es spätestens dann, wenn du da allein nicht mehr rauskommst. wenn du dir slebst da nicht raushelfen kannst. auch wenn es dein leben bedroht und zu gedanken wie selbstmord führt.
wenn etwas, was dich zeit deines lebens gefreut hat, nicht mehr zum lächeln bringt. wenn menschen, die du einen tag zuvor noch geliebt hast, dir plötzlich nichts mehr bedeuten.
und wenn du das gefühl hast, da nie mehr rauskommen zu können.

LG
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ani




Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 29.06.2009 19:26    Titel:   Antworten mit Zitat

liebe jessa

es kommt ja auch immer auch darauf an, wie man selber "krakheit" definiert...

wenn nun einer findet, dass er mit seiner, sagen wir, dem leben nicht zugeneigten art genau richtig liegt und denkt, dass er damit die "wahrheit" erkannt hat, also auch nicht krank ist, sondern als einziger weiß, was sache ist, ist er dann krank?
ich meine, ist es möglich wirklich festzustellen, wer recht hat? etwas, was allgemein als richtig angesehen wird muss ja noch lange nicht die wahrheit sein.

das ist jetzt ziemlich seltsam geworden... sorry... ist halt grade so mein gedankengewirr

liebe grüße auch an dich!
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jessa


Moderator




Anmeldungsdatum: 31.01.2009
Beiträge: 5591
Wohnort: Stuhr (bei Bremen)

BeitragVerfasst am: 29.06.2009 19:42    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo ani,

da hast du natürlich recht.

es gibt keine möglichkeit bei soetwas zu sagen, dass jemand unrecht hat.
man kann nur versuchen, demjenigen vielleicht bewusst zu machen, dass z.b. eine andere denkweise auch zu einem anderen leben und einer anderen einstellung führen könnte.
aber letztendlich ist es tatsächlich so "die gedanken sind frei" und da gibt es in dem sinne kein richtig oder falsch. (also bei abartigen geschichtend und so, natürlich)
Wink
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satin




Anmeldungsdatum: 19.06.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 29.06.2009 21:05    Titel:   Antworten mit Zitat

interessanter thread, finde ich Wink

natürlich ist es definitionssache, ab wann man halt noch niedergeschlagen ist und ab wann krank, also - wie wir schon festgestellt haben - für jeden persönlich, sowie auch was die allgemeinheit sagt. ich finde, man ist ab da krank, wenn es einen zu sehr belastet, sodass man so nicht weitermachen möchte (muss nicht unbedingt heißen, dass man zum suizid geneigt ist), aber auch alleine nicht mehr rauskommt. ich finde hierbei, dass (auch wenn ich es paradoxerweise für mich selber ganz anders sehe) es dann auch nicht auf den "schweregrad" drauf ankommt, sondern einfach jeweilig, ob die person es noch weiter ertragen kann oder nicht. bei manchen reicht halt weniger, um sie "fertig zu machen".

zum sinn des lebens: für mich hat das leben keinen sinn (schätze mal, ich hab bestimmt ein paar anhänger in dieser meinung Wink ), es hat nur selbstgesteckte ziele und aufgaben, die man sich gibt, um es zumindest irgendwie "lebenswert" zu machen - also für die dauer des lebens eben. was das jeweilige leben für einen sinn haben soll, wenn wir bzw. der einzelne mal nicht mehr ist - keine ahnung. hat für mich keinen sinn.



[sorry, ich kann mich nie kurz fassen Wink ]
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misa




Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 6882
Wohnort: Finsterniswald

BeitragVerfasst am: 29.06.2009 21:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Satin !

Ziele und Sinn ist für mich etwas völlig Verschiedenes.
Ich find, das Leben kann auch Sinn haben ohne Ziele.
Einfach da sein.
Als klitzekleines Rad im großen Getriebe.. Rolling Eyes
Na ja...

Dass mit dem, ab wann man krank ist...
Ich mein, dass das nur ein Arzt sagen kann, oder?
Weiß nicht.
Bei manchen psychischen Krankheiten fehlt ja zum Beispiel jegliche Krankheitseinsicht, obwohl die Leute definitiv krank sind!?
Und ehrlich gesagt, als ich letztens mal zu hören bekommen hab "sie sind also psychisch krank?", da hätt ich am liebsten gesagt "so 'n Quatsch!"

lg misa
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ani




Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 30.06.2009 16:14    Titel:   Antworten mit Zitat

ich versteh schon was ihr meint, aber worauf ich hinaus wollte ist gerade, wieso man sich immer darauf verlässt, was ärzte sagen. man hat irgendwie den drang dazu sich meinungen anzuschließen, die offiziell anerkannt sind.

es könne doch auch sein, dass die menschen, die dieses gefühl der sinnlosigkeit verinnerlicht haben, diejenigen sind, die den punkt wirklich erkannt haben, und die "gesunden" erklären die dann für krank, weil sie nicht wahrhaben wollen, dass wir genauso gut auch alle tot sein könnten ohne, dass es irgendetwas ausmacht.

wenn ich mir das durchlese komm ich mir irgendwie total fanatisch vor. was ich eigentlich meine ist, dass letztendlich nie gesagt werden kann, was tatsächlich wahr ist. es läuft immer auf thesen hinaus, die dann allgemein als wahrheit verkauft werden. das, was heute als wissenschaftliche tatsache gehandelt wird, könnte in 5 jahren schin wieder auf grund von neuen "wissenschaftlichen Tatsachen" widerlegt werden.

versteht ihr, oder bin ich jetzt total abgehoben? Embarassed

auf jeden fall liebe grüße an euch!
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misa




Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 6882
Wohnort: Finsterniswald

BeitragVerfasst am: 30.06.2009 18:36    Titel:   Antworten mit Zitat

ani hat Folgendes geschrieben:
...weil sie nicht wahrhaben wollen, dass wir genauso gut auch alle tot sein könnten ohne, dass es irgendetwas ausmacht.


Sorry, Ani, aber da muss ich jetzt richtig lachen Laughing !
Eigentlich hast ja Recht. Ich mein, wenn wir alle nicht wären, wäre keine Umweltbelastung da. Das Grün würde wachsen wie es wollte und die Tiere sich so vermehren oder aussterben, wie 's grad an der Reihe wäre. Aber wir sind halt nun mal in Massen da, so wie die Tiere auch. Vermehren uns oder auch nicht und sterben...

Solche Gedanken hab ich auch manchmal. Dann denk ich, dass wir vielleicht ferngesteuertes winziges Spielzeug von Außerirdischen sind (so wie die SIMS). Die uns auf Tastendruck 'ne Depression aufhalsen und sich 'n Ast freuen, wenn wir so richtig rumheulen. Na ja. So oder so sollten wir eben für uns das Beste draus machen, so dass wir uns wohl fühlen, wo wir sind und wer wir sind.

lg misa
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ani




Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 30.06.2009 19:28    Titel:   Antworten mit Zitat

kann schon verstehen, dass du lachen musstest... Smile

denke auch, dass man "einfach" das beste aus seiner zeit machen sollte ohne so viiieel nachzudenken.

andererseits... so ganz ohne denken wärs ja auch irgendwie stupide, oder? Wink
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jessa


Moderator




Anmeldungsdatum: 31.01.2009
Beiträge: 5591
Wohnort: Stuhr (bei Bremen)

BeitragVerfasst am: 30.06.2009 19:58    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo ani,

ich z.b. denke oft, dass ich etwas besser in bezug auf mich einschätzen kann. und habe auch meistens rechr damit. egal, was die gesagt haben. ich habe mittlerweile in dem teil meines lebens wirklich hin und wieder den punkt, dass meine wahrscheint die alleinige wahrscheit ist und die ärzte nicht unbedingt recht haben müssen.

meine neurologe z.b. wollte mich in einer borderline-station stecken. da habe ich mich gegen gewehrt, weil ich mich da absolut nicht sehe.
meine eigene wahrscheit sozusagen. und eine, von der ich vollkommen überzeugt bin Wink
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satin




Anmeldungsdatum: 19.06.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 30.06.2009 20:10    Titel:   Antworten mit Zitat

ich weiß nicht, ob man allgemein so erpicht darauf ist zu wissen, was die ärzte sagen und das dann auch glaubt. also was ich damit meine ist.. wenn ein arzt mir sagt, ich habe depressionen oder sonstwas und bestätigt mir dann, dass ich krank bin, ist es mir eigentlich egal, ob der eben mir das bestätigt oder nicht, ich möchte nur irgendwie eine besserung erlangen. da ist mir das dann egal, ob der arzt sagt, ja topfit und supergesund oder kurz vorm selbstmord. das einzige, was ich von dem arzt/therapeut will, sind "tipps", oder nen ansatz oder irgendetwas, was schon zur besserung führt, egal, was er über meinen zustand sagt und/oder mir glaubt. (ich frage mich gerade hierbei, ob das gehen kann - dass ein arzt mir nicht glaubt, aber dennoch ansätze gibt.. hmpf ... jetz bin ich verwirrt xD)

aso, was das angeht mit dem sinn angeht...

misa hat Folgendes geschrieben:

Eigentlich hast ja Recht. Ich mein, wenn wir alle nicht wären, wäre keine Umweltbelastung da. Das Grün würde wachsen wie es wollte und die Tiere sich so vermehren oder aussterben, wie 's grad an der Reihe wäre.


sogar da seh ich keinen sinn drin. selbst, wenn es die menschheit nicht geben würde, was ist denn der sinn überhaupt davon, dass es das ganze universum und alles gibt. ich finde es vollkommen egal, ob es soetwas wie menschen gibt oder nicht oder die erde oder sonstwas.

viel wichtiger ist es überhaupt: warum streben wir eigentlich alle danach einen sinn zu finden? ... ich frage mich so oft, wieso ich dann nicht sagen kann: "cool, dann hat halt nichts sinn xD ist doch klasse, da gibt es schon mal nichts, was man großartiges verkacken könnte, denn letztendlich ist doch eh alles egal Very Happy "


hach, irgendwie bin ich immer verwirrt, wenn ich hier ein bisschen lese (und noch dazu etwas dazu schreibe Razz)...
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misa




Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 6882
Wohnort: Finsterniswald

BeitragVerfasst am: 30.06.2009 22:52    Titel:   Antworten mit Zitat

satin hat Folgendes geschrieben:

...sogar da seh ich keinen sinn drin. selbst, wenn es die menschheit nicht geben würde, was ist denn der sinn überhaupt davon, dass es das ganze universum und alles gibt. ich finde es vollkommen egal, ob es soetwas wie menschen gibt oder nicht oder die erde oder sonstwas.



Hallo Satin !

sach ich doch!

Dass du Tips oder Ansätze von einem Thera bekommst... bezweifle ich sehr stark! Da solltest du selber mit der Zeit, irgendwann, drauf kommen. Rezepte (selbst wenn er es wüsste) wird dir da keiner (?) geben. Selbst wenn er dein Psycho-Karussell stopen könnte, müsstest nur du allein bremsen!

lg misa
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satin




Anmeldungsdatum: 19.06.2009
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 01.07.2009 04:06    Titel:   Antworten mit Zitat

ja, mit tipps meinte ich eher, dass er mich dazu bringt, meine eigenen "tipps" zu erkennen, ich mein, für irgendetwas muss er ja da sein? Very Happy

wenn ich ganz allein, selber, auf mich gestellt, etc. eine lösung finden soll, dann kann ich mich (sarkastisch ausgedrückt) ja gleich umbringen.. da bin ich die letzten 12 jahre nicht drauf gekommen, da komm ich die nächsten auch nicht mehr drauf..
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misa




Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 6882
Wohnort: Finsterniswald

BeitragVerfasst am: 01.07.2009 11:00    Titel:   Antworten mit Zitat

satin hat Folgendes geschrieben:
...dass er mich dazu bringt, meine eigenen "tipps" zu erkennen...


Hallo Satin !

Wird schon so kommen!
Also dranbleiben!

lg misa
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ani




Anmeldungsdatum: 17.06.2009
Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 02.07.2009 14:53    Titel:   Antworten mit Zitat

satin hat Folgendes geschrieben:
viel wichtiger ist es überhaupt: warum streben wir eigentlich alle danach einen sinn zu finden? ... ich frage mich so oft, wieso ich dann nicht sagen kann: "cool, dann hat halt nichts sinn xD ist doch klasse, da gibt es schon mal nichts, was man großartiges verkacken könnte, denn letztendlich ist doch eh alles egal Very Happy


so seh ich das auch liebe satin Smile !
wieso die "sinnlosigkeit" nicht einfach als freiheit betrachten, das tun zu können, wozu man lust hat? es hat ja letztendlich keine konsequenz.

das problem dabei ist nur bei mir, dass ich das nicht durchziehen kann. ich verstricke mich immer wieder selbst in gedanken wie "das kannst du doch nicht machen, da kann dann doch das und das passieren und was wird der dann sagen, etc." Confused

das macht mich total wahnsinnig, weil das sich das nicht mit meiner eigentlichen eintstellung verträgt

liebe grüße an euch alle!
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