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Wiedereingliederungsplan


 

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Wiedereingliederungsplan



 
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Santokh




Anmeldungsdatum: 20.02.2010
Beiträge: 41
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 26.02.2010 20:11    Titel: Wiedereingliederungsplan   Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin jetzt seit 1 Monat wg. Depressionen krank geschrieben.

Heute hat mein Arzt gefragt, ob ich denn wieder arbeiten gehen könne, was ich erst einmal verneinte, weil ich starke Konzentrations- und Gedächstnisprobleme habe wegen der Depris. Nun hat er mir einen Wiedereingliederungsplan vorgeschlagen, bei dem ich erst 3 Wochen lang 4 Std. täglich und dann 3 Wochen lang 6 Std. täglich arbeiten soll, bevor ich wieder voll arbeite.

Hat jemand von euch Erfahrung, wenn ich dem nicht zustimme. Ich bin eigentlich ein Mensch, der auch mit dem Kopf unterm Arm zur Arbeit geht und auch selten zum Arzt. Anfangs fiel es mir schwer, zu Hause zu bleiben, bzw. zu akzeptieren, dass ich die Auszeit brauche. Deshalb habe ich heute mündlich dem Antrag zugestimmt, aber noch nicht unterschrieben.
Jetzt allerdings, möchte ich eigentlich noch nicth arbeiten gehen, wobei man ja auch den Alltag nicht ganz "ausschalten" soll!..

Kennt sich jemand aus? Was habt ihr schon gemacht?

Was passierte, wenn ICH den Antrag ablehne? Entstehen mir Nachteile?

Danke und Grüßle

Santokh
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Dodo67




Anmeldungsdatum: 19.01.2010
Beiträge: 151
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 26.02.2010 20:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Santokh,

ich denke, es ist jetzt etwas früh, sich über eine Eingliederung Gedanken zu machen, oder? Dein Arzt ist etwas voreilig. Du musst doch erstmal soweit hergestellt werden, dass du wieder arbeiten kannst und wenn es soweit ist, dann machst du dir Gedanken, wie du das machen willst.

Machst du denn eine Therapie oder sonst was?

Ich habe letztes Jahr eine Eingliederung gemacht. 2 Wochen 2 Std., 2 Wochen 4 Std. und dann 2 Wochen 6 Std.

Eigentlich steht dir da alles offen. In der Tagesklinik wo ich war, die hatten viele verschiedene Vorschläge, kommt auch auf deinen Beruf etwas drauf an. Teilweise gingen die Eingliederungsmaßnahmen über Monate.

Ich persönlich fand es schon sehr gut, ich war allerdings auch 6 Monate nicht arbeiten. Es ist schon ganz schön viel, was da in der ersten Zeit auf einen einprasselt, deshalb ist das nicht schlecht, wenn man langsam rangeführt wird.
Es kann nicht gut für dich sein, wenn du sofort wieder voll belastet wirst, egal, wie lange du krank warst.

Wie gesagt, ablehnen würde ich das nicht, ist ne gute Sache, allerdings würde ich auch erst wieder gehen, wenn du soweit bist und erst recht nicht, gegen deinen Willen.

Liebe Grüße

Doris
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Santokh




Anmeldungsdatum: 20.02.2010
Beiträge: 41
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 26.02.2010 20:43    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

danke für die schnelle Antwort.

Generell finde ich die Idee auch gut, allerdings weiß ich nicht, ob ich SCHON wieder arbeiten möchte. Ich weiß aber auch nicht ob das an der Krankheit liegt, oder ob ich einfach keine Lust habe.

Mal schauen, was sich übers WE ergibt... Confused
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Seattle




Anmeldungsdatum: 04.03.2009
Beiträge: 351
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 26.02.2010 21:02    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Santokh,

wie fühlst Du Dich denn nach 4 Wochen zu Hause?
Ist Dein Doc der Hausarzt, der Dich da krank geschrieben hat?
Wenn ja, kannst Du - und dazu würde ich Dir gern raten - Dir eine Überweisung zum Psychologen geben lassen, der genauer diagnostiziert und mit Dir auch besprechen kann, welche Therapie-Form für Dich richtig ist, damit Du langfristig wieder auf die Beine kommst.

4 Wochen Pause zu Hause tun sicher gut, aber das und eine Wiedereingliederung scheinen mir eher der direkte Fahrschein in einen Rückfall.

Ich hatte letztes Jahr nach 4,5 Monaten (1,5 Monate zu Hause, 3 Monate Therapie intensiv in einer Tagesklinik) eine Wiedereingliederung, die mit 4 Stunden begann und dann schrittweise auf 6 und 8 Stunden rauf ging. Und das war nach der langen Abwesenheit davor absolut sinnvoll und gut für mich.

Wenn ich aber lese, wie Du schreibst, klingt das für mich sehr nach Beginn und nicht nach Abschluss einer Krankenzeit.

alles Gute
Seattle
_________________
You'll never fail until you stop trying.
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Santokh




Anmeldungsdatum: 20.02.2010
Beiträge: 41
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 26.02.2010 21:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Seattle,

ich bin bei einem Psychiater in Behandlung, nicht beim Hausarzt. Diagnose ist "mittelschwere depr. Episode". Vielleicht reicht das einfach nicht für länger?!
Mein Problem ist, dass ich mich da nicht auskenne und immer ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich mich "krankschreiben lasse", was sehr, sehr selten ist.

Nach dem Monat zu Hause fühle ich mich besser, als zu Beginn des Monats, allerdings merke ich jetzt schon wie es mich stresst, wenn ich in 2 Wochen wieder arbeiten soll.

Keine Ahnung...

Grüßle
Santokh
_________________
Es ist dein Geburtsrecht, glücklich zu sein! -Yogi Bhajan-
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MondiSpringsteen84




Anmeldungsdatum: 31.10.2009
Beiträge: 457
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 27.02.2010 16:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

gut, dass du schon bei einem Psychologen in Behandlung bist.
Eine mittelschwere Depression ist sicher schon indikation genung um dich auch noch länger krankschreiben zu lassen.
ES GEHT UM DICH !!! Wenn der Arzt nicht in der lage ist, zu sehen wie es dir geht, dann solltest du vielleicht eine zweite Meinung einholen.

Wenn du das Gefühl hast, dass du mit einer Wiedereingliederung beginnen kannst, dann tu es. Hast du aber das Gefühl, es geht dir noch sehr schlecht, dann kann dir niemand sagen, dass du wieder arbeiten musst.
_________________
Greetings Mondi

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Is a dream a lie if it dont come true, or is it something worse ?? -Bruce Springsteen-
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stefan68




Anmeldungsdatum: 15.11.2009
Beiträge: 593

BeitragVerfasst am: 27.02.2010 19:01    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo santokh,
ich kann aus meiner erfahrung erzählen: war 6 wochen im bkh und dann 4 monate auf stationärer therapie. von der arge wurde dann wiedereingliederung (stabilisierung) vereinbart und wenn ich mich bereit dazu fühle, könne man schauen wie es weitergeht. machte meinen kurs weiter und habe es dann endlich geschafft ein praktikum 3 monate durchzuhalten. hatte selber die entscheidung ob ein paar stunden oder vollzeit. habe dann doch vollzeit gemacht und bin stolz es durchgehalten zu haben. allerdings war es zum glück nicht so stressig, was für mich auch ein grund wäre es abzulehnen. ich wurde auch danach von der psychologin der arge nicht gedrängt, sondern nur gefragt ob ich später teilzeit machen möchte......die andere psychologin hat auch gesagt, ich muss für mich das richtige entscheiden und dann ausprobieren was für mich gut ist.
wenn du dich noch nicht bereit fühlst, lass es und frage einen anderen arzt!!
lass dich nicht drängen!
LG stefan68
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"Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht" (China)
"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben" (Albert Einstein)
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Heulsuse




Anmeldungsdatum: 10.10.2009
Beiträge: 1206
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 12.07.2010 13:14    Titel:   Antworten mit Zitat

Es sollte lt. Sachbearbeiterin der Kk eine Eingliederungsmaßnahme erfolgen,die morgen beginnen sollte. Aber meine Chefin hat sie abgelehnt.
Nun meine Frage, was hat es für Auswirkungen?
Es liegt ja nun nicht an mir dass es gescheitert ist u. die KK setzt mich jetzt wieder unter Druck. Muß ich dann sofort 8 Std. arbeiten falls mich der Psychiater nicht mehr krankschreibt? Ich hoffe es kann mir jemand die Fraagen beantworten. Vielen Dank dafür u. Liebe Grüße Suse
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hanna


Moderator




Anmeldungsdatum: 14.11.2007
Beiträge: 2371

BeitragVerfasst am: 13.07.2010 15:12    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Heulsuse,
dein Arbeitgeber muß doch vorher den Antrag auf Wiedereingliederung,
bewilligen oder auch nicht,das wird dir nicht zum Nachteil ausgelegt.
Und nicht einen Tag vorher absagen.
Sprech bitte mal noch mal mit deiner Krankenkasse,
wie es jetzt weiter geht.
Und weshalb sollte dich dein Psychiater nicht mehr krankschreiben?
LG,Hanna
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Heulsuse




Anmeldungsdatum: 10.10.2009
Beiträge: 1206
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 13.07.2010 16:14    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo hanna, meine Chefin hat den Wiedereingliederungsplan letzte Woche abgelehnt. Das habe ich am FR von der Sachbearbeiterin der KK tel. mitgeteilt bekommen. Mein Psychiater hat mir gestern eröffnet dass ich ab Ende Aug. entweder wieder dort arbeite oder er mir das Attest für die krankheitsbedingte Kündigung ausstellt, da würde ich keine Sperrfrist vom AA bekommen. Mit der Bemerkung von mir dass die Depression ja dadurch nicht weg ist, antwortete er mir, es sei ja wohl das Mobbing der Auslöser meiner Depression. Der MDK würde auch zu diesem Ergebnis kommen.
Ich habe das Gefühl die sprechen sich untereinander ab, weil das gleiche die Sachbearbeiterin im Gespräch letzte Woche sagte.
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hanna


Moderator




Anmeldungsdatum: 14.11.2007
Beiträge: 2371

BeitragVerfasst am: 13.07.2010 17:35    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo heulsuse,
bei meinen Mann ist die Wiedereingliederung gescheitert.
Die Zeit war die Hölle für ihn,weil man ihm Aufträge erteilt hat,
die im nicht unbedingt in seinen Arbeitsbereich lagen,und ihm schlichtweg,
die Kompetenz abgeschrieben.
Kurz darauf wurde ihm gekündigt,später kam es zum Auflösungsvertrag,
und eben durch besagtes Attest,durch seinen Psychiater,keine Arbeitslosengeldsperre.
Damals dachten wir auch,oh je, Crying or Very sad
aus heutiger Sicht, war es das beste was passieren konnte.
Er hat mittlerweile einen neuen Arbeitsplatz, wo er sich sehr wohl fühlt.
Er ist noch nicht ganz gesund,das wird noch dauern,aber es geht ihm immer besser.Da Hauptursache für die Depression auch Mobbing war,geht es ihm heute um einiges besser.Da hat dein Arzt recht,
aber verletzt und wütend ist man trotzdem.
Aus dieser Erfahrung heraus,kann ich dir nur raten,versuch noch einen guten Vergleich bei deinen Arbeitgeber herauszuholen,(Abfindung)
um einen einigermaßen vertretbaren Abschluß zu finden.
lieben Gruß,
Hanna
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