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Kaninchen- meine zwei Schätze


 

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Kaninchen- meine zwei Schätze


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mimilein




Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 402
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 19.02.2010 09:01    Titel:   Antworten mit Zitat

HUhu,

also ich habe auch ein Kanin. Echt süß.

Aber ich wollte nochmal was zu allen sagen die Ninchen haben möchten.
Immer nur zu zweit halten, Käfig mindestens 2m² Fläche und viel Auslauf.
Und nicht kaufen sondern im Tierheim eins mitnehmen..

so morampredigt beendet.

Ich hab das Nin nur als vermittlungstier, in 3 Wochen zieht es in ein neues zu Hause, freu mich total für den kleinen.

Sind wirklich tolle Tiere.

mimilein
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- freedom ist just another word for nothing left to loose -
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StefanOldie




Anmeldungsdatum: 24.11.2009
Beiträge: 233
Wohnort: Großraum Berlin

BeitragVerfasst am: 19.02.2010 15:40    Titel:   Antworten mit Zitat

mimilein hat Folgendes geschrieben:
so morampredigt beendet.

Wieso Moralpredigt?

Ich bin auch der Meinung, dass man sich 1. über die Haltungsanforderungen klar sein sollte, bevor man sich Tiere anschafft, und dass man 2. keine Haustiere im Zooladen kauft, solange die Tierheime voll sind. OK, so einen großen bissigen asozialen 40 kg Hund wie unseren kann nicht jeder aus dem Tierheim holen, da braucht es schon bestimmte Voraussetzungen (Platz, Zeit, Erfahrung, Umfeld). Aber bei Kleintieren von Wellensittich bis Katze steht dem doch nichts entgegen.

Früher hatten wir viele Vögel, auch Großpapageien. Und da habe ich mich immer fürchterlich aufgeregt, wenn Leute in Foren unterwegs waren, die zwar 500 oder 1.000 EUR für den Kauf so eines hübsch bunten Vogel übrig hatten. Ihn aber natürlich einzeln in einem Winz-Käfig gequält haben. Und wenn man denen gesagt hat, dass Einzelhaltung bei Papageien Tierquälerei ist und das Mindestmaß an Käfig für so einen Vogel nicht unter 2x2x1 m, und dass so ein Käfig kaum unter 500 EUR zu kriegen ist, wenn man nicht selbst bauen kann/will... Tja, dann fehlte plötzlich das Geld, oder das Wohnzimmer war zu klein ("da müßte ja die Schrankwand weg"), oder, oder, oder...

Es gibt halt leider viele Leute, die sollten sich lieber Stofftiere halten Crying or Very sad

Viele Grüße,
Stefan
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A longer life can be a wonderful thing, but should we be forced to live on, if we come to a point where we simply had enough? (Philip Nitschke, The Peaceful Pill Handbook)
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mimilein




Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 402
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 19.02.2010 15:53    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi Stefan,

da hast du recht! Super das du auch so denkst! Very Happy
Das selbe habe ich bei Ratten auch immer - sind leider sehr missverstandenen Tiere - aber brauchen auch Platz und kosten Geld.


mimilein
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Schoko




Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 19.02.2010 23:29    Titel:   Antworten mit Zitat

Hat man im Tierheim nicht die Gefahr das dir Tiere
eine Krankheit, einen an der Waffel oder sonst was haben?
Zoohandel ist mir da seriöser...

Schoko
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____________
Liebe Grüße,

Schoko.
____________
Das Leben ist eine Krankheit von der wir uns alle 16 Stunden durch den Schlaf erholen. Der Schlaf ist die Linderung, der Tod das Heilmittel.
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StefanOldie




Anmeldungsdatum: 24.11.2009
Beiträge: 233
Wohnort: Großraum Berlin

BeitragVerfasst am: 20.02.2010 12:32    Titel: Tierheim oder Zoohandel   Antworten mit Zitat

Schoko hat Folgendes geschrieben:
Hat man im Tierheim nicht die Gefahr das dir Tiere
eine Krankheit, einen an der Waffel oder sonst was haben?
Zoohandel ist mir da seriöser...

Dann weisst du (zum Glück!) nicht, wie es im Zoohandel zugeht...

Tiere aus dem Tierheim sind tierärztlich untersucht, geimpft und entwurmt. Hunde und Katzen normalerweise kastriert. Bei größeren Hunden (heute oft schon bei allen Hunden und auch Katzen) zudem "gechippt". Besser gesundheitlich durchgecheckt geht kaum. Und man kann sich darauf verlassen, dass die Papiere nicht gefälscht sind, sondern das Tier wirklich behandelt wurde.

Der "Zoohandel" verkauft Tiere nur als "Köder", um Kunden anzuziehen. Die Tiere müssen aber billig sein. Das eigentliche Geschäft machen die dann nachher mit sinnfreiem und völlig überteuertem Futter und Zubehör-Kram. Ob der elektrisch gewärmte Trinkwassernapf für Hündchen, das Katzengras zum selbst Aussäen oder Vitakraft-"Glücksperlen" für den Flattermann...

Aber frag' mal im Zooladen, woher er seine Tiere bekommt. In 90% der Fälle wird man dir das nicht verraten. Angheblich, weil du dann ja gleich zum Züchter gehen und den Zooladen um seinen Gewinn bringen würdest. Tatsächlich aber oft, weil sich solche Läden dafür schämen sollten, woher sie ihre Tiere beziehen.

Da kommt dann der Wellensittich nicht vom kleinen Züchter vor Ort, sondern aus der holländischen Massenzucht - und darf im Großhandel nicht mehr als 5 EUR kosten. Klar, dass man dafür nur völlig kaputt gezüchtete Tiere bekommt, die ab Zucht resistent gegen fast alle gängigen Antibiotika sind (haben sie ja immer präventiv bekommen, damit sie überhaupt bis zum Transport in den Zooladen überleben) und eine Lebenserwartung von mit Glück 5 Jahren haben (gegenüber 15 Jahren, die normal für diese Rasse sind). Leider sieht man als Laie Hansi das nicht an, wenn er im Käfig im Zooladen scheinbar fröhlich vor sich hin brabbelt. Schwer verhaltensgestörte Tiere findest du auch da zuhauf. Aber ob du sie erkennen kannst?

Nee, du willst nicht wirklich wissen, was da so an der Tagsordnung ist Crying or Very sad Wenn schon nicht Tierheim, dann wenigstens ein seriöser Züchter vor Ort, wo man sich vorher anschauen kann, wie die Tiere gehalten werden.

Verhätensgestörte Tiere gibt es im Tierheim natürlich. Unser Hund ist so einer. Aber: das ist nur bei wenigen Tierarten ein großes Problem, und ausserdem haben die Mitarbeiter im Tierheim normalerweise langjährige Erfahrung. Heisst: die sehen dich, sprechen mit dir, und nach kurzer Zeit ist ihnen klar, welche Tiere für dich (nicht) in Frage kommen. Dir besseren Wissens etwas aufzuschwatzen, daran haben die schlichtweg keinerlei (finanzielles) Interesse. Und wissen genau, dass solche Tiere nach kurzer Zeit wieder bei ihnen landen. Also versuchen sie es erst gar nicht.

Auch das unterscheidet das Tierheim positiv vom Zooladen und so manchem Züchter. Da geht's nicht um Geld, sondern um Verantwortung gegenüber den Viechern.

Viele Grüße,
Stefan
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bloody galla




Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 173
Wohnort: Norden

BeitragVerfasst am: 21.02.2010 12:52    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo,
ich hab 2 jahre im zoohandel gearbeitet und war damals sehr froh nicht in einem laden zu arbeiten wo man tiere verkaufen muss. es giebt bei den verkäufern schwarze schafe die den kunden totalen blödsinn erzählen. aber selbst wenn man sich als verkäuferin mit herzblut an die sache hängt, hat man es oft mit kunden zu tun denen man durchaus tierquälerei vorwerfen kann. aber man muss ihnen das tier dann trotzdem verkaufen...

und das mit der haltung von zwei kaninchen und das allein nicht gut ist hatten wir schon auf der ersten seite geklährt Wink
da sind wir uns glaube ich alle einig.

de galla
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Ava




Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 21.02.2010 13:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich finde es auch gut und wichtig, Leute, die sich für ein bestimmtes Tier interessieren, über die richtige Haltung aufzuklären! Man sollte sich der Verantwortung für das Tier von Anfang an klar werden, schließlich ist da nur man selbst, der sich um es kümmern kann, es kann seine Bedürfnisse nicht wie wir aussprechen.
Ich bin sehr froh, unsere Kaninchen von zwei Pflegestellen bekommen zu haben, die sie aus schlechten Haltungsbedingungen gerettet und wieder aufgepäppelt haben. Es freut mich jedes Mal zu sehen, wie es den beiden hier gut geht, wie sie aufblühen und zutraulich werden, ihr Leben genießen können.
Unsere Ira sollte ursprünglich ausgesetzt werden oder als Schlangenfutter enden ... Ich habe immer noch eine verdammt große Wut auf ihe vorherigen Halter, die ihr as antun wollten!
Für mich sind das alles Gründe, Tiere lieber aus dem Tierheim oder von privaten Pfegestellen zu holen statt im Zooladen, wo ein Tier auf das nächste folgt, die Kleinen viel zu früh von ihrer Mutter getrennt werden, oft krank sind und auch mal als Schlangenfutter enden, wenn sie niemand kauft!
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bloody galla




Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 173
Wohnort: Norden

BeitragVerfasst am: 21.02.2010 13:28    Titel:   Antworten mit Zitat

ja das stimmt, mich macht das auch immer wütend. meine bloody ist ein inzest tier. sie hat viele alergien und durchfall usw. nur weil so ein paar bekloppte nicht aufgepasst haben Evil or Very Mad

de galla
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mr.pink

?




Anmeldungsdatum: 30.11.2008
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 21.02.2010 13:45    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

ich finde die Auseinandersetzung mit dem Thema gut und wichtig!
Deshalb niemals nie im Baumarkt oder Zoohandel kaufen, denn so wie Stefan das schon beschrieben hat, leiden die Tiere durchgehend.
Tiere als Konsumgut zu züchten um Profit zu erwirtschaften egal auf wessen Kosten ist nicht hinnehmbar.
Weder bei Haustieren noch in der Nahrungsmittelproduktion.

Aber solange Tiere im deutschen Gesetzt als Dinge behandelt werden, ist wohl kein Ende des Elends in Sicht.
Schaut man seinen Liebsten in die Augen, dann weiß jeder, dass Tiere leiden und Freude empfinden können und ein schmerzfreies Leben bevorzugen.

Weiter so Smile
mr. pink
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Viele sehen wie du scheinst, nur wenige fühlen wie du bist.
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mimilein




Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 402
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 22.02.2010 08:43    Titel:   Antworten mit Zitat

Also nochmal zu dem Zooladen, ich hab da einige Argumente die dagegen sprechen ( obwohl Stefan schon viele genannt hat)

Die Tiere werden dort NIE artgerecht gehalten

Zum Teil ist nocht nach Männchen und Weibchen getrennt, d.h. wenn man ein Weibchen kauft kann es sher wohl ein "Überraschungsei" sein

Die Tiere haben OFT Krankheiten, Milben, Lungenprobleme durch die schlechte Haltung. Ratten, Kaninchen, Meerschweinchen sollten nie in Glaskästen gehalten werden, der Amoniak im Urin kann dort nicht entweichen und schlägt sich schnell auf die Lunge nieder

Tiere Im Zooladen werden nicht gestreichelt oder an den Menschen gewöhnt, sie sind am Anfang immer Scheu


Und nun zum Tierheim:

Nicht alle Tierheime sind perfekt, das stimmt, aber sie händeln die Tiere jeden Tag, die Pfleger können meißt etwas über den Character und die Vorlieben der Tiere erzählen.

Hier ist das Tier kein Massenprodukt und wird zumindest halbwegs artgerecht und nach geschlechtern getrennt gehalten.

Dem Tierheim liegt das Wohl der Tiere am Herzen ( deswegen auch der Schutzvertrag) den Zooläden ist es eigentlich egal!


Ich selbst habe viele Tiere aus dem Tierheim, sie sind alle zutraulich und haben keinen an der Waffel.
Wer sich im Tierheim ein Tier holt ( da gibts übrigens auch oft Welpen oder Babys!) interessiert sich wirklich für das Tier und unterstützt nicht die Zooläden die die Tiere unter aller S*** halten und ganz und gar keine Tierschützer sind.

Also, wer Tiere mag geht ins Tierheim!

Meine Meinung
mimilein
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Mandy1




Anmeldungsdatum: 25.11.2009
Beiträge: 217
Wohnort: ganz hoch im Norden

BeitragVerfasst am: 22.02.2010 14:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo liebe Kaninchenfreunde Mad
Ich sitze in meinem Zimmer und beobachte unser Wildkaninchenpaar im Garten. Sie leben schon eine ganze Zeit bei uns. Im Frühjahr bekommen sie frische Kohlrabi-Pflanzen Crying or Very sad und jetzt bei dem tiefen Winter hier im Norden füttere ich sie mit Heu und Kaninchenfutter. Sie sehen wohlgenährt aus und ich erfreue mich, wenn sie im tiefen Schnee im Garten toben. Eins sitzt gerade 3 m entfernt vor mir auf einem Busch, der mit Schnee bedeckt ist. Ich finde die großen braunen Augen so toll. Ich würde mich freuen, wenn sie Nachwuchs bekämen, dann werde ich natürlich weiterhin Kohlrabi und Möhren anbauen für die Süßen Wink Mein Hund hat früher Hasen gejagt, heute schaut sie nur noch gelassen hinterher.
Mal nicht über Depressionen sprechen hat doch auch was Mad
LG Mandy
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Ich bereue lieber das, was ich getan habe, als das was ich nicht getan habe.
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Mandy1




Anmeldungsdatum: 25.11.2009
Beiträge: 217
Wohnort: ganz hoch im Norden

BeitragVerfasst am: 22.02.2010 14:12    Titel:   Antworten mit Zitat

PS....
habe 3 Tierheimhunde gehabt (eine Hündin hab ich noch) und nur gute Erfahrung gemacht. Würde mir nur Tiere aus dem Tierheim holen. Sie sind so dankbar für ein neues Zuhause Mad
_________________
Ich bereue lieber das, was ich getan habe, als das was ich nicht getan habe.
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bloody galla




Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 173
Wohnort: Norden

BeitragVerfasst am: 22.02.2010 17:32    Titel:   Antworten mit Zitat

ich hab oft gedacht das, egal für welches tier so ein haltungsausweiß nicht schlecht währe, bei reptilien muss in manchen bundesländern ein kurs belegt werden und nur wer den besteht bekommt dann den ausweiß mit dem das tier dann gehalten werden darf. warum sowas nicht auch für kaninchen, meerschweinschen usw. einführen?

und bei den tierheimen finde ich auch gut das viele nach der vermittlung noch mal kucken wie es den tieren nach einer gewissen zeit geht. so kann es nicht vom regen in die traufe kommen.

de galla
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StefanOldie




Anmeldungsdatum: 24.11.2009
Beiträge: 233
Wohnort: Großraum Berlin

BeitragVerfasst am: 22.02.2010 18:31    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

bloody galla hat Folgendes geschrieben:
war damals sehr froh nicht in einem laden zu arbeiten wo man tiere verkaufen muss.

Ja... ob man nun verkaufen "muss" oder nur "will". Alles, womit Geld zu verdienen ist, wird dem Geld untergeordnet. Ob exotische Tiere, scheissegal.

Ich bin da vielleicht ein bischen vorbelastet, weil ich Papageien liebe und lange gehalten habe, eine gute Freundin eine Auffang- und Vermittlungsstation für Papageien betreibt und meine Frau in der Landesbehörde für den Artenschutz gearbeitet hat. Was die Mitarbeiter da so zu sehen kriegen, will niemand genau wissen (kein Wunder sind die Leute da "hardliner" in Sachen Tierschutz; die haben zuviel Schlimmes gesehen).

Ein Kombi-PKW an der Grenze, in den in alle Hohlräume inkl. Türverkleidungen 500 seltene Singvögel gestopft sind, wundert da niemanden mehr. Wenn nur 20 überleben, hat sich die Reise gelohnt. Auch schön ist ein Samsonite-Flugkoffer, der 30 Graupapageien oder Amazonen enthält. Einzeln in Socken gestopft. Wenn nur ein einziger überlebt und dem Zoll entgeht, wird daran gut verdient.

Der legale internationale Tierhandel ist nicht viel besser. Bei wildgefangenen Papageien liegt die "Verlustquote" vom Fang im Urwald bin in das deutsche "Zoofachgeschäft" bei 80-90%. Völlig legal. Für jeden dieser Importvögel müssen im Herkunftsland im Dschungel 8-9 Artgenossen sterben. Natürlich weiss der Zoohändler das auch. Aber er wird es seinem Kunden nicht sagen - das wäre ökonomischer Selbstmord. Die Käufer würden dann nämlich angewidert den Laden verlassen, ohne ein Tier zu kaufen.

Zitat:
selbst wenn man sich als verkäuferin mit herzblut an die sache hängt, hat man es oft mit kunden zu tun denen man durchaus tierquälerei vorwerfen kann. aber man muss ihnen das tier dann trotzdem verkaufen...

Und das müssen Tierheim oder Auffangstationen halt nicht. Besagte Freundin von mir, die "abgelegte" Papageien vermittelt, sagt: 4 von 5 Leuten, die zu ihr kommen, bekommen von ihr kein Tier. Und die erkennt sie normalerweise nach 5 Minuten Gespräch. Die meisten Leute glauben ernsthaft, man könnte eine Amazone oder einen Ara in der Mietwohnung halten. Nicht zwei, sondern einen, klar. Dass Einzelhaltung bei Papageien Tierquälerei ist, davon haben sie ebensowenig gehört wie davon, dass solche Tiere nunmal Kontakt- und Alarmrufe rauslassen, die man noch in 1 km Luftlinie hört. Wollen sie auch nicht wissen. Und wenn das Vieh dann stört, vernachlässigt ist, kahlgerupft und dauernd schreit... dann kommt es halt ins Tierheim oder wird einfach aus dem Fenster geworfen.

Mandy1 hat Folgendes geschrieben:
habe 3 Tierheimhunde gehabt (eine Hündin hab ich noch) und nur gute Erfahrung gemacht. Würde mir nur Tiere aus dem Tierheim holen. Sie sind so dankbar für ein neues Zuhause

Da kommt es m.E. bestimmt viel auf die Erwartungshaltung an. Wenn man ein hübsches, pflegeleichtes Dekorationsteil haben will, wird man wahrscheinlich im Tierheim genau so daneben greifen wie im Zooladen oder beim Züchter. Wenn man ein Lebewesen mit all seinen Bedürfnissen und Eigenheiten akzeptiert, kommt man mit dem meist schon klar. Im Tierheim bekommt man im Zweifelsfall nur hoffentlich gesagt: nee, das ist nichts für sie, da liegen sie mit ihren Erwartungen falsch, das wird nichts.

"Objektiv" betrachtet ist unser Tierheim-Hündchen, mein bester Freund, der mich mit Zähnen und Klauen beschützt und verteidigt, auch ein hoffnungsloser Fall. Ich werde den niemals draussen ohne Leine laufen lassen können. Und Kinder wird er immer hassen, da muss er halt an die Leine, wenn welche zu Besuch kommen. Aber ich habe nie erwartet, dass der sich in seinem Alter vom asozialen Beisser plötzlich zum besterzogenen Musterschüler mausert.

Bei Papageien ist mir das früher ähnlich ergangen. Viele sagen ja, gerade Graupapageien wären so schrecklich sensibel und daher besonders anfällig für Schreien, Rupfen und schlimmere Selbstverstümmelung (die fangen irgendwann an, sich selbst aufzufressen). Ich kann das nicht finden. Ich habe nun schon viele misshandelte, vernachlässigte und extrem verhaltensgestörte solche Viecher gesehen. Und mit ein wenig Versätndnis, Geduld und Spucke mausern die sich m.E. meist erstaunlich schnell.

"Ein wenig" ist allerdings relativ. Wenn ein Tier 20 Jahre lang gequält wurde, dann finde ich 6-12 Monate "menschlicher" Behandlung und Zuwendung, bis es zu mir völliges Vertrauen fasst, nicht besonders lange. Aber das sehen leider viele Menschen anders.

Viele Grüße,
Stefan
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bloody galla




Anmeldungsdatum: 06.01.2010
Beiträge: 173
Wohnort: Norden

BeitragVerfasst am: 22.02.2010 18:54    Titel:   Antworten mit Zitat

hi stefanoldie,
ich bin absolut deiner meinung, ich verschreibe mich jedem meiner tiere mit haut und haar. so etwas wie aussätzen oder abgeben würde bei mir nie in die tüte kommen. die tiere sind ein teil meiner familie und ich habe verantwortung für sie übernommen. mein häschen ist sehr krank wegen dem inzest, ich muss den po waschen wenn es durchfall hat, sie braucht spezielles teures futter... das ist mir aber egal, denn ich habe sie geholt und ich liebe sie.

ich verstehe nicht wie es leute mit ihrem gewissen vereinbahren können wenn sie tiere so quälen und wie gesagt der zoohandel war für mich auch schon zu hart. ich kann dir sagen, würde mir so ein tiequäler über den weg rennen dann... Evil or Very Mad

ich habe mal andere tiere gehütet während ihre besitzer im urlaub waren, da hatte ich eine häsin die mit einem meerschwein zusammen in einem 80 cm stall gehalten wurde. die haben bei mir das erste mal auslauf und andere artgenossen gehabt und sind richtig aufgeblüht. ich klährte die besiter auf das der stall zu klein ist, ein kaninchen und ein meerschweinchen nicht zusammen gehören und sie auslauf brauchen. auch das futter war echt schlecht für sie. beim nächsten mal ein jahr später war es noch genau so wie vorher. es brach mir das herz sie wieder hergeben zu müssen nachdem sie bei mir so glücklich waren. da hab ich mit der urlaubs betreung aufgehört. ich kann sowas einfach nicht mitansehen, das macht mich einfach fertig.

de galla
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