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Fleurette

Anmeldungsdatum: 29.10.2009
Beiträge: 406
Wohnort: Wien
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Verfasst am: 04.02.2010 00:35 Titel: Ich vermisse ihn ! |
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Ich muss mir mal wieder was von der Seele schreiben
Ich hab meinen kleinen Lausbuben bekommen, da war ich noch nicht ganz 3 Jahre alt. Wir sind quasi gemeinsam aufgewachsen, er war einfach immer da.
Ich hatte auch noch 2 andere Katzen, 2 Weibchen, die auch beide schon verstorben sind. Natürlich habe ich sie auch geliebt und vermisse sie, aber ich hatte nicht diese ganz besondere Verbindung wie zu ihm ...
Am 24. 07. 2009 mussten wir meinen Großen leider einschläfern lassen. Er war vorher schon relativ krank (Schilddrüsenüberfunktion, Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, Nahrungsunverträglichkeit, ...) aber bis Jänner 2009 war eigentlich nichts dabei, wo man sich richtig große Sorgen machen musste. Dann kam aber ein neues Schilddrüsenmedikament raus und mein Kater musste erst drauf eingestellt werden. Die Tierärztin war leider echt ein Reinfall, muss ich im Nachhinein sagen. Ihre Wartezeiten um zu schauen, ob alles passt waren einfach zu lang. Er hatte Bluthochdruck und dadurch wurde die Niere geschädigt. Seit damals hat eigentlich das Drama begonnen. immer wieder Infusionen, etc.
Im Juli war es dann so schlimm, dass er ständig auf den Teppich pinkelte und auch sonst unruhiger war als sonst ...
Bis dann in der vorletzten Juli Woche. Es war ja auch immer total heiß und ich war den ganzen Tag immer arbeiten und hab mir nichts dabei gedacht. Es ging ihm ja immer schlecht bei so extrem heißen Tagen ( > 30 °) ... Aber als er dann nicht mal mehr gehen konnte, nichts trinken oder essen wollte, da war mir klar, dass es Zeit war los zu lassen.
Ich muss immer an die schöne Zeit mit meinem Großen denken. Er war ein richtiges Schmusetier, wie aus dem Bilderbuch. Er wollte ständig getragen werden, hat mich mit beiden Pfoten umarmt (also eine links, eine rechts), hat die Hinterpfoten beim Tragen immer ganz locker gelassen und versucht mir das Ohr auszulecken.
Er wurde auch nie richtig grantig. Wenn ich etwas nicht machen durfte, hat er einfach versucht meine Hand abzulecken, weil er wusste, dass ich das nicht mochte.
Er hat sogar auf seinen Namen gehört und ist immer sofort gekommen, wenn er nicht gerade geschlafen hat oder eingesperrt war.
Er war einfach immer da, wenn es mir schlecht ging, er hatte einen Instinkt für so etwas.
Ich muss aber auch immer an die letzten Tage denken, die ihm geblieben waren bei uns. Ich war so gut wie nie zuhause. Ich habe nicht mitbekommen, wie schlecht es ihm geht. Stattdessen wollte ich ihn zum trinken zwingen und habe dabei nicht gemerkt, wie schlecht es ihm wirklich geht. Stattdessen habe ich ihn an seinen letzten Tagen bei uns auch noch unnötig geärgert.
Das ist etwas, was mir das Herz bricht ! Wenn ich jetzt darüber nachdenke, war ich einfach sowas von herzlos ! Und das vor seinem Tod ! Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen und ihm noch 10000 mal sagen, wie sehr ich ihn liebe !
Die Einschläferung war auch nicht besser. Ich weiß, dass er Angst hatte. Als er das Schlafmittel bekommen hat durfte ich ihn noch halten, ich habe versucht mich bei ihm zu entschuldigen, für das was ich ihm angetan habe und versucht ihn zu sagen, dass ich ihn liebe.
Ich muss immer daran denken, wie ich ihn gestreichelt und angeschaut habe und sein Körper war so ausgetrocknet, dass er nicht mal mehr von selbst die Augen schließen konnte, als er gegangen ist
Was für ein Mensch muss man sein, dass man nicht merkt, wie schlecht es seinem geliebten Tier geht und es stattdessen immer weiter quält ?
Ich vermisse ihn von ganzen Herzen  _________________ Liebe Grüße,
Katharina |
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little_girl

Anmeldungsdatum: 21.11.2009
Beiträge: 15
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Verfasst am: 06.02.2010 21:11 Titel: |
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Es ist okay, seinen "besten Freund" zu vermissen
Ich habe meine auch verloren. Meine aller ersten besten Freund Teddy verlor ich mit 9 (auch er war 9) und bekam danach von meinem Nachbarn gesagt (der eigentlich nichts mitbekommen hatte), dass ich meinen Hund zu Tode gehetzt hätte. Ich hatte kurz vor seinem Tod mit ihm gespielt, bevor er sich in seinem Lieblingsbusch versteckte und nicht mehr rauskam. Er werde ihn immer lieben und nie vergessen, denn er hat mich so vieles gelehrt.
Meinen zweiten bzw. anderen besten Freund Dusty bekamen wir erst fünf Jahre nach Teddy. Und durften ihn nur 2 1/2 Jahre behalten Er starb an Epilepsie. Ich habe in der Nacht vor seinem Tod instinktiv gewusst, dass ich ihn am nächsten Morgen nicht mehr wiedersehen werde. Genau das habe ich gedacht als ich ihm das letzte Mal in die Augen sah und es kam mir vor wie ein Abschied - den ich aber nicht wahr haben wollte und mir sagte, dass ich mir nur unnötig Angst mache. Aber am nächsten Morgen war er wirklich nicht mehr da.
Ich will nur damit sagen, jeder macht so seine eigenen Erfahrungen mit dem Tod - sei es nun ein Mensch oder Tier. Wenn man jmd. liebt, dann liebt man. Und es ist okay, denjenigen zu vermissen. Und es ist okay, wütend auf so eine blöde Ärztin zu sein! Ich war zuerst auch sauer, weil Dusty eingeschläfert werden musste und ich mich gerne verabschiedet hätte. Aber jetzt weiß ich, es ist besser so ihn so in Erinnerung zu behalten ... ihn nicht mit Schmerzen vor meinem inneren Auge zu sehen, wenn ich an ihn denke. Du solltest versuchen an die guten Tage von euch zweien zu denken. Ihr wart beide füreinander da! Und das du bei seiner Einschläferung dabei warst, wird er dir nie vergessen - weil du auch sein "Freund" warst. Wär hätte nicht gerade Angst, wenn er weiß, dass er gleich in ein paar Minuten das atmen aufhört? Aber er war dabei nicht allein, ... er wusste, dass du so lange bleiben würdest bis er es geschafft hat und jetzt muss er nicht mehr leiden.
Du gibst dir die Schuld, aber das musst du nicht. Er war oft für dich da und du warst für ihn da, in den letzten Tagen/Minuten seines Lebens warst du da und er hat gewusst, dass du ihn auch bis zum Ende hin nicht im Stich lässt. Ich glaube, dass hat ihn etwas beruhigt und ich denke, er ist dir nicht böse. Das glaube ich wirklich
Denk an die guten Tage ... _________________ Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon
verloren. und / oder ~*~*~*~ *~*~
Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen
kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast.
(Albert Einstein) |
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Fleurette

Anmeldungsdatum: 29.10.2009
Beiträge: 406
Wohnort: Wien
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Verfasst am: 07.02.2010 23:16 Titel: |
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Ja, weißt du, es ist so schwer. Es ist zwar "schon" ein halbes Jahr her, aber ich fühle mich, als hätte ich einen Teil von mir verloren, den ich seitdem verzweifelt suche.
Ich kann auch mit keinem drüber reden, denn es war ja "nur ein Kater". Ich verstehe ja, dass man das nicht mit dem Tod eines Menschen vergleichen kann, aber bisher ist - zum Glück !!! - noch niemand gestorben, der mir wirklich viel bedeutet hat. Als ich 10 war ist meine Oma gestorben, wir hatten nie eine gute Beziehung und ich denke heute so gut wie gar nicht mehr an sie. Meine jüngste Katze ist gestorben als ich 15 war, ich hatte sie seit 8 Jahren. Es klingt blöd, aber ich habe eine Woche lang gesehen, wie es ihr immer schlechter gegangen ist und mitbekommen, wie das Nierenversagen angefangen hat, und deswegen habe ich heute das Gefühl damals das richtige getan zu haben, als ich sie gehen ließ. Bei meiner zweiten Katze, die ein halbes Jahr drauf wegen Darmkrebs von uns gehen musste, war ich noch trauriger. Ich habe zwar gesehen, dass sie gelitten hat, aber es war trotzdem schwieriger sie gehen zu lassen. Danach habe ich mich noch mehr an meinen Kater geklammert und nun ist er auch fort
Klar, ich habe am letzten Tag auch gesehen, wie schlecht es ihm gegangen ist, aber ich bereue es, dass ich es vorher nicht gesehen habe. Meine Mutter hat mich mehrmals täglich in der Arbeit angerufen und mir gesagt, dass es ihm schlecht geht, dass er wenig trinkt und fast nichts mehr frisst, aber ich habe alles auf das Wetter und die hohen Temperaturen geschoben. Nach der Arbeit war ich dann auch immer zu müde um mich mehr mit ihm zu beschäftigen. Ich bin nach hause gekommen, habe eine Kleinigkeit gegessen und bin wie ein Stein ins Bett gefallen. Erst als mein Kater vor meiner Zimmertür gelegen ist und sich nicht mehr bewegen konnte, weil ihm durch den Nahrungsmangel die Kraft gefehlt hat, war mir auch klar, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Ich habe einfach das Gefühl in der schwersten Zeit seines Lebens nicht genug für ihn dagewesen zu sein. Ich habe ihm vielleicht den letzten Weg einfacher gemacht, denn ich weiß, dass es ihm das Herz gebrochen hätte, ohne mich gehen zu müssen, aber ich habe seine Schmerzen nicht gesehen oder ignoriert und habe ihn nicht ernst genommen und das bricht mir das Herz. Er war immer für mich da, seit ich ein kleines Kind war. Bei jeder Krankheit ist er nicht von meiner Seite gewichen. Und was mache ich wenn es ihm mal schlecht geht ? Ich ignoriere es. Nein, stattdessen schikaniere ich ihn, indem ich ihn dazu bringen wollte, doch etwas zu trinken oder zu fressen. Wenn ich nur an diese letzten Tage denke, an denen ich ihm die Wasserschüssel immer näher hingestellt habe und er immer wieder ausgewichen ist, dann bricht es mir das Herz. Im Nachhinein komme ich mir so egoistisch und herzlos vor. Ich hätte sehen müssen, dass er es nicht wollte und stattdessen nur meine Anwesenheit, aber ich war von seinem Verhalten genervt, weil ich es nicht verstanden habe und habe mich von ihm abgewendet und habe ihn vor meiner Zimmertür liegen lassen. Wie herzlos muss man sein, um sein leidendes Tier derart zu schikanieren und ignorieren, wenn es doch nur Nähe sucht ?????? _________________ Liebe Grüße,
Katharina |
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thomas 87

Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 30
Wohnort: bischof
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Verfasst am: 08.02.2010 19:40 Titel: |
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hallo ich finde den verlust von tieren sehr traurig als ich 15 war musste ich meine hündin einschläfern lassen sie war für mich wie ne schwester sie hatte krebs im bein und war zu alt um ihr das bein abzu nehmen hat der arzt gesagt ich mein ich habe den hund bekommen da konnt ich noch garnich laufen. als sie in meinen armen eingeschlafen ist hat es sich angefühlt als würde ein fam. mitglied sterben ich habe lang gebraucht u8m drüber weg zu kommen.......lg thomas _________________ the show musst go on |
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