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misa

Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 6952
Wohnort: Finsterniswald
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Verfasst am: 28.03.2010 18:44 Titel: |
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Hallo MaryJane !
Der Wunsch, ein AD zu bekommen, das nicht dick macht, ist doch völlig ok. Mit diesem Wunsch schränkt sich die Anzahl der AD's aber auch schon ziemlich ein. Ich find das durchaus wichtig, weil, was nützt dir das Ganze, wenn du hinterher um einige Kilos mehr in eine neue Krise fällst....
lg misa |
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MaryJane

Anmeldungsdatum: 18.03.2010
Beiträge: 43
Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 28.03.2010 19:03 Titel: |
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@MISA genau so sehe ich das auch.
Das ist doch schön zu hören.....
Tja erstmal müsste man sich aber überwinden endlich zum Arzt zu gehen  |
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StefanOldie

Anmeldungsdatum: 24.11.2009
Beiträge: 234
Wohnort: Großraum Berlin
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Verfasst am: 29.03.2010 15:28 Titel: Re: Dann hab ich auch eine Frage |
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| MaryJane hat Folgendes geschrieben: | Wenn ich beim Arzt sitzen würde und er mir AD verschreiben wollen würde.
Wäre es dann unangebracht wenn ich wünsche äußern. Swas wie "Bitte nichts was mich fett macht" oder vielleicht spezifisch "Ich habe über das Antidepressivum .... nur gutes gehört.." usw...
Nehmen wir an es ist ein Arzt den ich noch nicht kenne und ich selber bin natürlich auch kein Arzt und will nicht dastehen wie so eine "OBERSCHLAUE".
Aber es gibt Dinge die mir wichtig wären. |
Du bist / wirkst damit keinesfalls "oberschlau", sondern wie ein gut informierter Patient. Und so soll es sein. Es gibt natürlich Ärzte "vom alten Schlag", die sofort schlechte Laune kriegen, wenn der Patient eine eigene Meinung und sich auch anderweitig informiert hat. Aber denen kannst du ja dann goodbye sagen. Und dass du keine TCA (mit wahrscheinlicher Gewichtszunahme in der 10 kg Klasse) willst, sondern SSRI/SNRI, kannst du ruhig sagen. Solltest du auch. Ein guter Arzt wird da nur positiv bemerken, dass du als Patient nicht ganz blöde bist.
Also nur Mut!
Viele Grüße,
Stefan _________________ A longer life can be a wonderful thing, but should we be forced to live on, if we come to a point where we simply had enough? (Philip Nitschke, The Peaceful Pill Handbook) |
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MaryJane

Anmeldungsdatum: 18.03.2010
Beiträge: 43
Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 29.03.2010 15:51 Titel: |
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Danke für die Antwort!
" Und dass du keine TCA (mit wahrscheinlicher Gewichtszunahme in der 10 kg Klasse) willst, sondern SSRI/SNRI, kannst du ruhig sagen."
(sorry kann nicht zitieren)
Bin jetzt natürlich völlig überfragt was das überhaupt ist
Erstmal muss ich es schaffen mir einen Arzt zu suchen. Bin was das betrifft sehr Anspruchsvoll oder anders gesagt: im Moment nicht in der Lage für solche Suchaktionen
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StefanOldie

Anmeldungsdatum: 24.11.2009
Beiträge: 234
Wohnort: Großraum Berlin
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Verfasst am: 29.03.2010 16:52 Titel: |
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| MaryJane hat Folgendes geschrieben: | Bin jetzt natürlich völlig überfragt was das überhaupt ist  |
TCA sind die "trizyklischen Antidepressiva", die es früher (so vor 10-20 Jahren) fast ausschließlich gab. SSRI/SNRI sind "selektive Serotonin/Noradrenalin Wiederaunahme-Hemmer", eine neuere Wirkstoffgruppe von Antidepressiva. SSRI/SNRI haben akut weniger Nebenwirkungen als TCA, über Langzeitnebenwirkungen weiss man da noch wenig.
TCA werden von vielen Psychiatern gerne verschrieben, weil sie damit lange Erfahrungen haben - und weil sie schlichtweg um ein Vielfaches billiger sind als SSRI/SNRI - und damit das Budget des Arztes weniger belasten. Im Klartext: für einen aufgeklärten Patienten, der beim Psychiater SSRI verlangt, verschreibt dieser Arzt drei anderen Patienten, die nicht informiert sind und keine "dummen Fragen" stellen, TCA. Damit er trotzt Budgetierung noch eine Mercedes A-Klasse als Zweitwagen für seine Frau bezahlen kann.
Was Mondie geschrieben hat: "Der Arzt entscheidet, was ob es für dich gut ist"... das sehe ich grundsätzlich anders, schon immer. Es mag ein paar Ärzte geben, denen das Wohl des Patienten über alles geht. Aber nach meiner Erfahrung geht ihnen eher ihr eigenes Einkommen über alles. Was heisst: der normale Arzt verschreibt dir nicht, was für _dich_ gut ist - sondern das, was für _ihn_ gut ist. Also das, womit du in seiner Kosten-Nutzen-Rechnung der Praxis ein finanziell lohnenswerter Patient bist. Die Nebenwirkungen interssieren ihn doch nicht, die musst schließlich du aushalten, nicht er selbst.
Was glaubt ihr, warum Zahnärzte besonders große Angst vorm Zahnarzt haben? Klar: die wissen ganz genau, wie da gearbeitet wird. Und wollen sich das selbst als Patient keinesfalls zumuten
Viele Grüße,
Stefan _________________ A longer life can be a wonderful thing, but should we be forced to live on, if we come to a point where we simply had enough? (Philip Nitschke, The Peaceful Pill Handbook) |
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MaryJane

Anmeldungsdatum: 18.03.2010
Beiträge: 43
Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 29.03.2010 17:32 Titel: |
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so jetzt fällt es mir noch schwerer einen arzt zu suchen  |
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misa

Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 6952
Wohnort: Finsterniswald
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Verfasst am: 29.03.2010 20:19 Titel: |
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Hallo stephan !
Der Kosten/Nutzen-Faktor dürfte wohl bei allen Antidepressiva in etwa gleich sein. Sooo große Preisunterschiede, dass der Arzt jetzt darunter leiden müsste, gibt es doch da nicht.
Liebe MaryJane !
Mach dir da keine Gedanken. Mach einen Termin, geh hin, erzähl wie 's dir geht und äußere deine Wünsche!
lg misa |
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MaryJane

Anmeldungsdatum: 18.03.2010
Beiträge: 43
Wohnort: Bremen
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Verfasst am: 29.03.2010 20:25 Titel: |
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Hi Misa,
das hat jetzt wirklich nichts mit Stefan zu tun das es mir schwer fällt. Ich schiebe das schon seit Monaten (man kann sogar Jahre sagen) vor mir her.
Hatte zwei Erfahrungen und das hat mir gereicht.
Kann einfach nichts so wiedergeben wie ich es wirklich fühle und das dann auch noch bei einer fremden Person.....
Ich werde mich bemühen denn lang kann ich so auch nicht weitermachen.
DANKE _________________ Das Leben ist eine Achterbahn und das abwärts fahren fasziniert uns am meisten!! |
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Woods

Anmeldungsdatum: 27.03.2010
Beiträge: 2
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Verfasst am: 02.04.2010 22:20 Titel: |
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| Zitat: | | Der Kosten/Nutzen-Faktor dürfte wohl bei allen Antidepressiva in etwa gleich sein. Sooo große Preisunterschiede, dass der Arzt jetzt darunter leiden müsste, gibt es doch da nicht. |
Hallo misa,
wie kommen Sie darauf? Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich auf meine Medikation zuweilen sehr stark pochen, wenn nicht gar darum kaempfen, musste.
Ich hoere auch hie und da, dass Patienten, die aus einer Klinik oder Reha entlassen wurden und dort sehr gut eingestellt waren, beim Neurologen/Psychiater komplett umgestellt wurden, weil die Medikamente dem Arzt zu teuer erschienen.
Edit: (grummel, wollte doch noch was zum Thema schreiben....)
| Zitat: | Kann einfach nichts so wiedergeben wie ich es wirklich fühle und das dann auch noch bei einer fremden Person.....
Ich werde mich bemühen denn lang kann ich so auch nicht weitermachen.
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Manchmal ist das ja vielleicht besser. Sich einer fremden Person anzuvertrauen hat auch was fuer sich. Die Distanz zwischen ihnen beiden kann helfen, sich zu oeffnen. Klingt paradox, aber der Therapeut (zumindest meiner) wertet nichts, er stellt fest und hilft mir neue Denkansaetze zu finden. Auf alle Faelle wuerde ich Ihnen eine Psychotherapie bei einem anerkannten Psychotherapeuten empfehlen. Nichts gegen die Psychiater, aber deren Psychotherapeutenausbildung laesst doch ein wenig zu wuenschen uebrig , sollten sie nicht noch eine Zusatzausbildung hinten dran gehaengt haben (O-Ton eines angehenden Psychiaters: "Was wir da machen ist ein Witz"). _________________ 'Die Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage.' |
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StefanOldie

Anmeldungsdatum: 24.11.2009
Beiträge: 234
Wohnort: Großraum Berlin
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Verfasst am: 05.04.2010 13:55 Titel: |
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| misa hat Folgendes geschrieben: | | Sooo große Preisunterschiede, dass der Arzt jetzt darunter leiden müsste, gibt es doch da nicht. |
Aber Hallo! Zwischen einem SNRI und einem alten TCA liegt vom Preis her mitunter ein Faktor von >= 5 x. Und ob die 100er Packung 200 EUR oder 50 EUR kostet, läppert sich bei hunderten von Patienten im Budget des Psychiaters schon ordentlich zusammen.
Viele Grüße,
Stefan _________________ A longer life can be a wonderful thing, but should we be forced to live on, if we come to a point where we simply had enough? (Philip Nitschke, The Peaceful Pill Handbook) |
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