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Depression und Arbeitsamt


 

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weidenfee




Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 12
Wohnort: Gera

BeitragVerfasst am: 06.02.2010 23:40    Titel: Depression und Arbeitsamt   Antworten mit Zitat

Hallo Ihr im Forum, Ich bin ganz neu hier und ich muss sagen es tut gut zu wissen das ich nicht alleine bin mit meiner Krankheit. Ich hab so viele Fragen und hoffe das einige meine Erfahrungen teilen und mir vielleicht Tips geben können.
Meine aktuelle Angst ist die vor dem alljählichem Gang zum Amt. Den Fragen zu Bewerbungen und Aktivitäten zu Arbeitssuche. Nun ist das eine Sache die ich weitgehend verdränge - nicht weil ich faul oder unwillig bin sondern weil es mir jedesmal ein Grauen ist MICH anzubieten. Das wo ich mich doch meistens als unfähig und nutzlos empfinde. Doch das "darf" man nicht sagen. Selbst meine ehemalige Therapeutin hat mir das geraten. Auch das man depressiv ist darf man dort nicht sagen. Also bleib ich meistens stumm und lasse alles über mich ergehen. Doch wenn ich nächstes mal nichts vorzuweisen habe - hat man mir devinitiv mit Strafe gedroht.
Ich bin schon mehrere Jahre ohne SV Pflichtige Anstellung. Und jede Absage zieht mich nochmehr runter.
Was soll ich nur tun?
Weidenfee
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MondiSpringsteen84




Anmeldungsdatum: 31.10.2009
Beiträge: 457
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 07.02.2010 19:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Weidenfee,

willkommen im Forum.
Ja, da bist du wirklich in einer bescheidenen Lage.

Vielleicht hilft folgendes:
Da du momentan nicht arbeiten kannst,solltest du dich krankschreiben lassen. Denn dann stehst du dem Amt nicht zur Vermittlung zur Verfügung und können auch nicht weiter unnötigen Druck auf dich ausüben.

Es ist keine Schande sich krankschreiben zu lassen, schon garnicht wegen Depression Exclamation Exclamation Exclamation

Wenn du noch mehr Fragen hast, einfach drauflos
_________________
Greetings Mondi

Iam running through the forest, with a wolf at my heels - B.Springsteen

Is a dream a lie if it dont come true, or is it something worse ?? -Bruce Springsteen-
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stefan68




Anmeldungsdatum: 15.11.2009
Beiträge: 617

BeitragVerfasst am: 07.02.2010 19:46    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo weidenfee, herzlich willkommen.
ich bin jetzt fast 6 jahre arbeitslos...ich habe auch alles über mich ergehen lassen. natürlich hat mich auch jede absage noch mehr runtergezogen als ich sowieso schon war, ohne selbstbewusstsein, ohne hoffnung...
wegen meiner phobie/depression habe ich auch bewerbungen nicht abgegeben, bin nicht zur arge hin, nach einer woche probearbeit abgebrochen.....nicht weil ich faul war oder nicht wollte.. bei der arge haben sie dann aber zum glück das erkannt, habe test gemacht und die psychologin dort hat mich auch sofort verstanden, habe ihr gesagt wegen meiner probleme, sie hat dann ein gutachten erstellt. das geld wurde mir deshalb auch nicht gesperrt....
nach der stationären therapie hat die arge für mich auch stabilität und wiedereingliederung vereinbart.
also rede einfach mit denen, die wahrheit zahlt sich immer aus. wenn nicht sofort, dann später. krankheit hat doch nichts mit faulheit zu tun.
leider ist nicht jede arge gleich, aber wenn du nichts sagst, kann dir nicht geholfen werden.
LG stefan68
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"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben" (Albert Einstein)
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Gast

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BeitragVerfasst am: 08.02.2010 19:17    Titel: ARGE   Antworten mit Zitat

Mein einziges wirkliches Problem zu Zeit. Statistik vor Menschenleben. Schwerbehindertenausweis kann hilfreich sein, gibt´s auch für Depressive.
Bin ohnehin schon ein Härtefall, aber der Gang zum Arbeitsamt ist unerträglich, eine Zumutung, eine Frechheit, nichts als Schikane. Grundsätzlich. Und immer schon. Auch mit verständnisvollen Sachbearbeitern. Ich will einfach nur in Ruhe mein Hartz IV beziehen, aber das ist offenbar zuviel verlangt. Muss zu Kreuze kriechen wie ein Bettler. Psychologischer Dienst. Amtsarzt. Und für drei Stunden reicht´s ja immer. Auch als Zombie.
ARGE für Soziales... das ich nicht lache!
Hast mein vollstes Verständnis.
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weidenfee




Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 12
Wohnort: Gera

BeitragVerfasst am: 09.02.2010 18:53    Titel: Danke   Antworten mit Zitat

für Eure Beiträge zu meinem Problem. Ich bin nicht dauerhaft depressiv. Nur eben wenn ich wieder mal feststelle wie sinnlos ich dahinwegetiere - ohne Job ohne Partner.

Fakt ist, wenn ich mal einen Euro Job hatte lief immer alles Prima. Weil ich da meistens auf "Menschen" getroffen bin. Die Arbeiten waren nicht schwer und es gab nicht diesen fiesen Leitungsdruck und Mobbing unter den Kollegen. Doch wenn es um "richtige" Jobs geht - phuaaa - Neu und Depressiv - da ist man doch gefundenes Fressen für die angestellten Hyähnen. Das ist es was mir Sorgen ja Angst macht. Es geht ja nicht mehr um die Arbeit oder darum gut zu sein - sondern in erster Linie darum, sich durchzusetzen oder sich selbst am besten zu "verkaufen".

Ich überlege an wen ich und andere sich wenden könnten. Mit einem offnem Schreiben...
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stefan68




Anmeldungsdatum: 15.11.2009
Beiträge: 617

BeitragVerfasst am: 09.02.2010 20:47    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo weidenfee,
verstehe ich gut. geht mir genauso. man muss sich ja "durchsetzen" im neuen job....mir ist jedenfalls ein gutes betriebsklima wichtiger als der verdienst....habe auch schon praktikum deswegen nicht bekommen, war vielleicht besser so, wenn das betriebsklima nicht passt oder der stress zu stark ist..
LG stefan68
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silentwings




Anmeldungsdatum: 16.02.2010
Beiträge: 1
Wohnort: bremen

BeitragVerfasst am: 17.02.2010 16:48    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo weidenfee,
habe mich erst gestern hier angemeldet und lese heute deinen beitrag bzw deine hilfemail.
ich bin auch arbeitslos - leider durch dir depressionen und burn-out geworden - und habe auch ca 1,5 jahre so von der arge bzw dem aa gelebt ohne jobvermittlung. da ich gleich gesagt habe was mit mir los ist und was ich versuche dagegen zu machen und die haben mich gott sei dank in ruhe gelassen. amtsarzt musste auch über mich entscheiden, ob arbeitsfähig oder nicht, für den/die bin ich natürlich voll einsatzfähig ohne das die mich gesehen haben,also nur nach aktenlage. nun habe ich vor ca 4 wochen mit meinem hausarzt gesprochen und bin seitdem krankgeschrieben. auch wenn nun bald die frist mit den 6 wochen abläuft und ich nciht weiß von wo ich dann mein geld bekomme,aber ich bin erstmal vom arbeitsmarkt weg und kann mich in ruhe um mich und meine gesundheit kümmern. auch wenn du nur alle paar wochen oder monate depressiv wirst: geh zu deinem arzt,lass dich unbedingt krankschreiben.wenn du einen guten arzt hast, macht der das für dich. egal wie lange und wie oft. meiner z.b. hat es sogar noch gemacht als alle anderen z.b. der mdk ( medezinische dienst der krankenkasse) entschieden hat ich sei arbeitsfähig und die krankenkasse dementsprechend mein krankengeld gestrischen hatte. am nächsten tag stand ich beim arzt auf der matte und er hat mich wieder krankgeschrieben.
also habe mut, gehe zum arzt, rede mit deinem arzt vorallem offen und erlich. wenn du das gefühl hast die chemie zwischen dir un deinem arzt stimmt nicht- wechel ihn sofort. du musst vertrauen haben in deiner situation und das gefühl haben verstanden zu werden.
puh viel viel zum sagen aber ich hör erstmal auf sonst wird es doch arg viel text.
wünsch dir alles liebe
michael
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weidenfee




Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 12
Wohnort: Gera

BeitragVerfasst am: 21.02.2010 00:11    Titel: Danke Euch   Antworten mit Zitat

für Eure Unterstützung! Ich bin aber auch der Meinung das "Unser" Krankheitsbild" ein Gesellschaftliches bzw Politisches Problem ist. Ich muss das hier mal loswerden auch wenn man das hier vermeiden will!

Ach so, ja wer Lust hat kann mal meine Private Page besuchen. Da geht es u.a. auch um meine ganz persönliche Depression(Themen) + paar Tips zum Thema
"www.feelings-my-way.de"

PS- habe hierher verlinkt
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stefan68




Anmeldungsdatum: 15.11.2009
Beiträge: 617

BeitragVerfasst am: 21.02.2010 09:52    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo weidenfee,
die gesellschaft prägt die menschen natürlich, leider wird man dadurch auch oft in eine schublade gesteckt und vergessen.
also "drei haselnüsse für aschenbrödel" ist toll, habe ich bestimmt schon 100mal gesehen....
Wink
LG stefan68
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weidenfee




Anmeldungsdatum: 20.01.2010
Beiträge: 12
Wohnort: Gera

BeitragVerfasst am: 09.03.2010 20:42    Titel: heute wars schlimm   Antworten mit Zitat

so, ich war für heute eingeladen auf dem Amt, es war grauenhaft und ich bin trotz Tabletten wieder am Tiefpunkt! Vorwürfe und drohungen statt Verständnis - ich habs vorausgesehen!
B.
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