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  Depressionen
                                            - was sind Depressionen und was kann man dagegen tun?

Anpassungsstörungen - reaktive Depression

Eine solche Anpassungsstörung, die früher auch reaktive Depression oder depressive Reaktion genannt wurde, entsteht als direkte Antwort auf ein für den Erkrankten belastendes Ereignis im Leben. Dieses kann ein Verlust eines nahestehenden Menschen sein, eine Trennung vom Partner, eine Scheidung oder auch eine Kränkung. Auch ein Wechsel der Kultur kommt als Auslöser in Betracht, denken wir an Menschen, die ihr Heimatland aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen müssen. Auch eine körperliche Erkrankung kann eine Anpassungsstörung zur Folge haben. Oft treten solche Störungen nach einer Scheidung, dem Tod oder der Trennung von einem Partner oder einem Verwandten auf, aber auch schwere Partnerschaftsprobleme können ein Auslöser sein. Manchmal reagieren Frauen mit einer solchen Störung auf den Auszug der Kinder, wenn sie erwachsen geworden sind. Weitere Auslöser können aber auch eine Arbeitslosigkeit oder der Übergang in die Rente sein. Ständige Kränkungen und Beleidigungen, die das Selbstwertgefühl verletzen, können ebenfalls eine solche Störung auslösen. Da jeder Mensch auf solche Ereignisse des Lebens anders reagiert, spielt die persönliche Struktur bei der Anfälligkeit für eine solche Störung eine große Rolle. Manche Menschen sind dafür anfällig, andere wiederum nicht. Menschen, die auf eine solch sich ändernde und belastende Lebenssituation mit einer Anpassungsstörung reagieren, wirken dann beispielsweise resigniert, gedemütigt, ängstlich, verunsichert, angespannt, besorgt, reizbar oder auch aggressiv.

Eine Anpassungsstörung kann nach wenigen Wochen wieder von alleine vergehen, aber auch eine längere Dauer ist möglich, die dann therapeutisch behandelt werden kann. Es kann auch ein Übergang in eine andere Form von einer Depression auftreten. Dies hängt wiederum von der einzelnen Person ab.

Die Unterscheidung einer reaktiven Depression zu einer neurotischen Depression ist meist nur schwer möglich.

Besonders gefährdet sind Menschen, die ein gemindertes Selbstwertgefühl haben und wenig Selbstvertrauen besitzen, die eine übersteigerte Gewissenhaftigkeit oder einen gewissen Perfektionismus haben, Menschen, die Anerkennung wollen, Neigungen zu Schuldgefühlen haben, die keine Aggressionen ausleben können, nicht Nein sagen können, eine Neigung dazu haben, sich an andere Menschen zu klammern oder Angst haben, daß sie ihren Partner verlieren.

Frauen und Männer sind wohl etwa gleich häufig von der Anpassungsstörung betroffen, wenngleich sich Frauen häufiger mit ihren Beschwerden an einen Arzt wenden.

 

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