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Eine Depression bei Kindern und Jugendlichen entsteht aus
den gleichen Gründen wie bei Erwachsenen. Die Depression
bei Kindern entsteht aus einer langen Geschichte von bio-psycho-sozialen
Geschichten und aktuellen Auslöser an.
Besondere Risikofaktoren sind der Tod eines Elternteils,
besonders in den ersten Lebensjahren des Kindes, der Tod eines
Bruders oder einer Schwester, Missbrauch und Vernachlässigung
durch die Eltern. Aber auch die Scheidung der Eltern kann
ein Auslöser einer Depression sein. Auch eine chronische
Krankheit eines Elternteils kann zu einem Risikofaktor werden.
Die Kinder entwickeln Schuldgefühle, weil sie ihren Eltern
nicht helfen können oder sich als zusätzliche Last
empfinden.
Die Depression eines Elternteils stellt ebenfalls ein erhöhtes
Risiko dar. Dafür kann man mehrere Gründe aufführen:
- es gibt eine genetische Komponente, die eine erhöhte
Anfälligkeit für diese Krankheit auslöst
- depressiver Eltern sind oft nicht dazu in der Lage, die
emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder zu befriedigen.
Dies kann zu einer erhöhten Erkrankungsbereitschaft der
Kinder führen, so dass die Kinder später selbst
an einer Depression erkrankten,
- Kinder lernen von ihren Eltern. Möglicherweise übernehmen
sie das depressive Verhalten in gewissen Situationen, bei
Stress, Verlust oder Kränkung
Da Kinder von ihrer Familie abhängig sind, bedeuten
für sie nicht überschaubare familiäre Änderungen
eine große, für sie existenzielle, Bedrohung.
Situationen, die mehr Selbstständigkeit erfordern oder
eine Ablösung von den Eltern, wie zum Beispiel der Eintritt
in die Schule, können labile Kinder aus dem emotionalen
Gleichgewicht bringen.
Außerhalb der Familie kann ein Streit mit den besten
Freunden oder sogar der Verlust von Freunden, der erste Liebeskummer,
aber auch Misserfolge oder Kränkungen in der Schule,
im Sport oder in der Clique, zum Auslöser einer depressiven
Phase werden.
Wie für Erwachsene auch gilt, dass eine Reihe dieser
Faktoren zusammenkommen müssen, die speziell für
die Persönlichkeitsstruktur dieses Kindes zu einem Auslöser
der Depression werden.
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