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Dienstag, 15.4.2008, 19:34:00 Uhr

Störung wird vor allem vererbt und nicht erworben



Die Ursachen von ADHS sind bisher weitgehend unbekannt. Forscher vermuten bei den Kindern vor allem hirnorganische Störungen im Transmittersystem von Dopamin, da Betroffene auf Psychostimulanzien gut ansprechen.

Die Störungen werden wahrscheinlich hauptsächlich durch erbliche Faktoren ausgelöst. Hinweise dafür sind, dass die Symptome bei Jungen bis zu neunmal öfter auftreten als bei Mädchen und dass die Störungen oft auch bei Familienangehörigen eines Patienten vorkommen. Ungünstige Faktoren in der Schwangerschaft wie Alkohol, Rauchen, Frühgeburt oder geringes Geburtsgewicht führen offenbar bei empfänglichen Kindern zu besonders schwerem ADHS.

Umwelt und psychosoziale Bedingungen sind für die Entstehung der Erkrankung hingegen nicht so wichtig wie für andere psychische Störungen, etwa Aggressionen. So tritt ADHS kaum gehäuft bei Kindern aus unteren sozialen Schichten auf. Von Umweltfaktoren hängt es aber ab, wie stark sich ADHS ausprägt und ob die Kinder Ängste, Depressionen, aggressives Verhalten oder andere komorbide Störungen entwickeln. (eis)





Quelle: http://www.aerztezeitung.de/


Thema: Depressionen

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