|
|
|
|
Sonntag, 20.4.2008, 00:01:25 Uhr
| | Steigt die Stimmung, lässt der Schmerz nach |
Depressionen sind neurobiologisch eng mit Schmerzen verknüpft
Ein Mangel an Serotonin- und Noradrenalin, wie er bei Patienten mit Depressionen auftritt, verstärkt auch die Schmerzwahrnehmung. Darum gehen Depressionen so oft mit Schmerzen einher.
Depressive haben oft zusätzlich Schmerzen, und auch umgekehrt gilt: Ungefähr ein Drittel bis die Hälfte der Patienten mit chronischen Schmerzen haben außerdem Depressionen.
Eine gute antidepressive Behandlung kann gleichzeitig begleitende Schmerzen lindern. Lassen die Schmerzen nicht parallel zu den psychischen Symptomen nach, haben die Patienten einer Studie zufolge dreimal öfter erneute depressive Episoden als jene, deren Schmerzen zurückgegangen sind. Verringern sich die depressionsbedingten Schmerzen mindestens zur Hälfte, beträgt die Chance einer vollständigen Remission nach einer Studie 36 Prozent. Bei ungenügender Schmerzkontrolle dagegen liegt die Wahrscheinlichkeit nur bei 18 Prozent.
Antidepressiva, die eine Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin hemmen, wirken zusätzlich analgetisch.
Für Duloxetin ergab eine Studie mit fast 330 Patienten: Die Schmerzen sanken in acht Wochen auf einer 10-Punkte-Skala um 2,5, mit Placebo um 1,6 Punkte. Die Depression ging signifikant zurück.
Mit retardiertem Venlafaxin verschwanden nach einer Analyse von 31 Studien die Schmerzen in acht Wochen bei deutlich mehr Patienten als mit SSRI. (ars/mut)
Thema: Depressionen
Dieser Beitrag wurde 95 mal gelesen.
|
|
|
|
| |
| Mo |
Di |
Mi |
Do |
Fr |
Sa |
So |
| | | | 1 | 2 | 3 | 4 | | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | |
|
|