Die Suizidserie bei France Télécom in den letzten Monaten sorgt für Schlagzeilen. Nun zeigen Recherchen der Zeitung «Sonntag», dass sich auch Schweizer Arbeitnehmer aus Verzweiflung umgebracht haben.
Ein Bankangestellter, der entlassen wurde, beging mithilfe von Medikamenten Suizid. Der 55-Jährige hinterlässt eine Frau und erwachsene Kinder.
Ein 38-jähriger lediger Mitarbeiter, der im internationalen Handel tätig war, sprang von einer Brücke und starb – dies, nachdem er von seinem Chef den blauen Brief erhalten hatte.
Entgegen dem Klischee von der gut bezahlten Halbtagsarbeit ist der Lehrerberuf laut einer neuen Studie ein echter Knochenjob. Nach Angaben des Universitätsklinikums Freiburg haben Pädagogen im Schnitt eine 51-Stunden-Woche. Rund 30 Prozent der Lehrer seien massiv belastet. Etwa jeder vierte leide unter Erschöpfungszuständen, jeder fünfte an stressbedingten Gesundheitsstörungen wie Depressionen und Schlafproblemen. Damit gehörten Lehrer zu den am stärksten vom Burn-out-Syndrom betroffenen Berufsgruppen.
2007 beendete Deutschlands Fußball-Hoffnung Sebastian Deisler seine Karriere wegen Depressionen. Nun hat er ein Buch geschrieben - Sein Weg ähnelt dem anderer Stars
Vielleicht hat es ihn irgendwann gegeben, den Moment der Inversion. Wo er nur eine Entscheidung hätte anders treffen müssen - und sein Leben wäre ihm nicht aus den Fugen geraten. Vielleicht war der Sommer 1997 so ein Moment, da wollte ihn Real Madrid verpflichten. Sebastian Deisler war 17 Jahre alt, vielleicht wäre er Deutschland und seinen ganzen Erwartungen noch rechtzeitig entkommen. Wäre ihnen davongezogen, bevor sie ihn krank machten. Weiterlesen...
Reaktion des Gleichgewichtsorgans gibt Rückschluss auf Psyche
Eine starke Beschleunigung der Diagnose von Depression und anderen psychischen Störungen verspricht ein Gerät, das australische Forscher der Monash University patentiert haben.
Sowohl mit einem SSRI als auch mit einem Trizyklikum werden suizidale Absichten reduziert
LONDON (ner). Psychiater aus mehreren europäischen Ländern widersprechen Berichten, wonach moderne Antidepressiva vermehrt zu Suizidgedanken und Suiziden führen. Sowohl unter einem trizyklischen Antidepressivum als auch unter einem SSRI gingen in einer Studie die Suizidgedanken zurück.
Teilgenommen hatten an der Studie mit der Bezeichnung GENDEP* mehr als 800 Männer und Frauen mit moderater bis schwerer Depression aus acht europäischen Ländern, darunter Deutschland. Die Studie von Dr. Nader Perroud vom King's College London und seinen Kollegen wird demnächst in der Zeitschrift BMC Medicine erscheinen. Weiterlesen...
Das Antidepressivum Nortriptylin fördert Forschern zufolge bei männlichen Patienten Selbstmordgedanken stärker als ein anderes Mittel. In einer Studie hätten die mit der Substanz behandelten Männer zehnmal häufiger an Suizid gedacht als mit dem Wirkstoff Escitalopram behandelte Patienten.
Darauf weisen Wissenschaftler um Dr. Nader Perroud vom Kings College London hin (BMC Medicine online vorab). Bei den weiblichen Probanden wurde der Effekt nicht beobachtet.
Die Agoraphobie ist eine Angst davor, an bestimmten Orten, auf weiten, großen Plätzen, in Menschenmengen oder auf einer Reise zu sein.
Dabei bezieht sich die Angst davor nicht auf den Ort oder die Reise selbst, sondern vielmehr darauf, daß man im Falle einer Gefahrensituation keine Fluchtmöglichkeit hat bzw. keine Hilfe findet, die ihn retten kann.
In der Umgangssprache nennt man die Agoraphobie häufig auch Platzangst (abgeleitet von der Angst vor weiten Plätzen).
Laut einer Studie kanadischer Forscher liegt die Sterberate von an Krebs erkrankten Menschen, die zusätzlich an einer Depression leiden, um 39 Prozent höher als bei krebskranken Menschen, die keine Depression haben.
Diese Studie wurde an insgesamt 9417 Krebs-Patienten durchgeführt.
Es gibt Schmerzen, sich nicht bzw. nicht vollständig mit einer organischen Erkrankung erklären lassen. Manchmal werden diese Schmerzen als eingebildet abgetan. Doch die Betroffenen erleben die Schmerzen tatsächlich. Patienten mit einer Depression leiden häufiger und stärker unter derartigen Schmerzen, also solche ohne Depressionen.
"Dabei sind Frauen deutlich stärker von Depressionen und auch von den sogenannten somatoformen Schmerzen betroffen als Männer", erklärt Dipl.-Psych. Dirk Frieser vom Institut für Psychologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mediziner nennen das somatoforme Symptome, die auch als medizinisch nicht bzw. nicht vollständig erklärte Symptome bezeichnet werden. Anscheinend sind diese weit verbreitetet. "In den allgemeinärztlichen Praxen sind bis zu 80 Prozent der Symptome somatoform", so Frieser.
Stress gehört für die meisten Menschen zum Alltag. Man gewöhnt sich irgendwie daran. Doch Stress ist nicht gut fürs Gehirn und eine mögliche Ursache von Depressionen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Rosalind Franklin University. Damit ist klar: Stress sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.