Depressionen
Sonstiges


Neues Antidepressivum besonders bei Antriebsarmut geeignet
[1935 mal gelesen]
Schilddrüsen-Check bei unklaren Symptomen
[1459 mal gelesen]
Diffuser Schmerz ist oft früher Vorbote einer Depression
[1002 mal gelesen]
Neue Studie: Johanniskraut ist ähnlich effektiv wie SSRI
[988 mal gelesen]
Antidepressivum wirkt auch gegen Körperschmerzen
[901 mal gelesen]
Ferndiagnose vom Online-Doc - Gesundheitsportale im Netz sind für Ärzte vor Ort nicht nur Konkurrenz
[884 mal gelesen]
Das abgrundtiefe Leiden an sich selbst
[700 mal gelesen]
Depressionen: Da liegen Hausärzte meistens richtig
[680 mal gelesen]
Depressionen so herzschädlich wie Rauchen
[658 mal gelesen]
Scopolamin hilft offenbar schwer Depressiven
[647 mal gelesen]



Dienstag, 15.4.2008, 19:36:01 Uhr

Depressionen werden häufiger, Suizide seltener


Ein in Nürnberg erfolgreiches Präventionsprogramm gibt es jetzt in deutschsprachigen Ländern und europaweit

In Deutschland haben 15 Prozent der Frauen und 8 Prozent der Männer Depressionen. Hierzulande leben damit also etwa vier Millionen Menschen. Im Lauf des Lebens erkrankt jeder Fünfte, jeder zwölfte Erwachsene, der eine Arztpraxis aufsucht, leidet daran.

Einer Prognose zufolge werden Depressionen 2020 in der Statistik der häufigsten Krankheiten weltweit an zweiter Stelle stehen. 1990 waren sie noch auf Rang vier. Als Gründe für den Anstieg vermuten Psychiater unter anderem Arbeitsdruck, Vereinsamung und Auseinanderreißen von Familien durch rasche Ortswechsel.

Die Diagnose einer Depression ist naheliegend, wenn ein Patient über die klassischen Symptome klagt: Er fühlt sich niedergeschlagen und wie versteinert, kann sich zu nichts aufraffen, wacht vor Morgengrauen erschöpft auf, das Essen schmeckt wie Pappe, die Zukunft scheint grau in grau. Tatsächlich gehen zwei Drittel der depressiven Patienten nicht aufgrund psychischer Beschwerden zum Arzt, sondern nennen beim Arztbesuch körperliche Probleme wie Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen, Schwindel und Zittern.

Erkennen kann der Hausarzt die eigentliche Krankheit mit Fragebögen wie dem Major Depression Inventory (MDI)*. Damit kann er Depressionen zudem in leicht, mittel und schwer einteilen. Mit dem MDI fragt man gemäß ICD-10 nach den drei Hauptsymptomen Stimmung, Antrieb und Interesse. Dann folgen sieben Nebensymptome, etwa: Hatten Sie in den letzten zwei Wochen Schuldgefühle? Fiel es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren? Bewertet wird mit Punkten von fünf (ständig) bis null (nie). Erreicht etwa ein Patient bei allen drei Hauptsymptomen vier oder fünf Punkte und bei wenigstens fünf Nebensymptomen einen Wert über drei, liegt eine schwere Depression vor. Zur Abklärung somatischer Ursachen sind körperliche Untersuchung und Labortests ratsam, etwa auf Elektrolyte-Werte, Nüchternblutzucker, Blutbild, BSG, Leber- und Nierenwerte sowie TSH.

Wegen der hohen Suizidrate bei Depressiven von 15 Prozent ist die Depression die kritischste psychische Erkrankung. Allerdings ist ein Rückgang zu beobachten: 2005 gab es mit 10 260 fast 500 Suizide weniger als 2004. Insgesamt hat sich die Suizidrate seit den 70er Jahren um 40 Prozent verringert. Durch Schulung von Hausärzten, Lehrern, Polizisten oder Pfarrern lässt sich die Rate weiter senken: So fiel durch das "Bündnis gegen Depression" in Nürnberg die Zahl der Suizidversuche in zwei Jahren um ein Viertel.

Nun haben 40 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Konzept aufgegriffen. Die Europäische Kommission hat ein ähnliches Projekt gestartet. (ars)




Quelle: http://www.aerztezeitung.de/


Thema: Depressionen

Dieser Beitrag wurde 57 mal gelesen.

Kommentar schreiben  Druckansicht  Seitenanfang 




Wirksame Therapien gegen das Stimmungstief

Herzinfarkt und depressiv? Dann ist die Prognose besonders ungünstig

Steigt die Stimmung, lässt der Schmerz nach

Bereits ein kurzes Gespräch gibt Depressiven mehr Zuversicht

Fast jeder zweite HIV-Patient hat Depressionen

Depression beeinträchtigt HIV-Therapie

Depressionen der Eltern schwächen die Kinder

Bei mittelschweren Depressionen hat Johanniskraut Vorteile

Pulsgeber im Gehirn mildert Depressionen

Johanniskraut wird gut akzeptiert





Gesamtverzeichnis
April 2008
März 2008
Januar 2008
Dezember 2007
Oktober 2007




Mister Wong

RSS-Feed

Heute ist der
16.5.2008

Es ist
16:10:04 Uhr

Ihre IP:
38.103.63.16

Blog-Einträge: 105

Die letzten 24 Stunden im Überblick



Mo Di Mi Do Fr Sa So
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031

Impressum