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Verhaltenstherapeutische Verfahren
Diese Therapieform wurde lange für
eine reine Lerntherapie angesehen. Es wurde, ohne die Vergangenheit des Patienten
zu betrachten, allein durch Belohnung und Bestrafung das Verhalten geändert.
Inzwischen jedoch hat sich eine weit aus umfassenderen Betrachtungen des Patienten
mit seiner ganz speziellen eigenen Geschichte, der aktuellen sozialen und familiären
Situation, durchgesetzt.
Bei einem verhaltenstherapeutischen Verfahren werden
zwischen 20 und 45 Sitzungen zu jeweils 50 bis 60 Minuten durchgeführt. Die
Krankenkassen übernehmen die Kosten nach dem Gutachterverfahren. Aktivitätsfördernde
TherapienDiese Therapien sollen das erlernen bestimmter Verhaltensweisen
fördern. Die Ziele sind, allgemein formuliert, mir zu tun, mir angenehmes
zu tun, mehr geplantes zu tun und nach und nach Aktivitäten zu erlernen,
deren erlernen einen Erfolg vermittelt. Dies geschieht beispielsweise durch Rollenspiele,
dem Erstellen von Aktivitätsplänen oder auch Hausaufgaben, deren Ziel
es ist, bestimmte Verhaltensweisen für das reale Leben zu üben. Eine
Strukturierung des Tagesablaufes ist gerade bei depressiven Menschen sehr wichtig.
Was früher automatisch ohne darüber nachzudenken erfolgte, nämlich
das alltägliche Leben, wird bei einer Depression zu einer unüberwindlichen
Hürde. Beispiel eines Tagesplans fügen Sie in Ihren
Plan zuerst alle feststehenden Aktivitäten ein. Dies sind zum Beispiel das
Frühstück, der Beginn der Arbeit, die Mittagspause, der Feierabend,
das Abendessen und so weiter. Tragen Sie dann in Ihren Plan möglichst
viele angenehme Aktivitäten, zum Beispiel Sport, einen Kinobesuch oder sonstiges.
Falls ihr Plan viele unangenehme Ereignisse enthält, tragen sie nach jeden
solchen unangenehmen Ereignis ein angenehmes Ereignis ein. Dies soll eine Belohnung
dafür sein, dass sie auch unangenehme Sache in erledigt haben. Planen
Sie auch Ruhepausen einen, oder auch Zeiten, in denen sie nichts tun. Planen
Sie einen Tag so, dass sie nicht überfordert werden. Wichtig ist, dass
sie ihre Aktivitäten konkret beschreiben. So sollten Sie zum Beispiel nicht
"telefonieren" schreiben, sondern "mit Mutter telefonieren".
Dies soll sie dazu zwingen, nicht auf ähnliche, aber angenehmere Aktivitäten
auszuweichen. | |