Magnetstimulation bei Depression
Es wird zur Zeit an manchen Kliniken die Magnetstimulation
erforscht. Bei dieser Therapieart wird ein kleiner Bereich der vorderen linken
Hirnhälfte einem Magnetfeld ausgesetzt. Dieses Magnetfeld hat eine sehr hohe
Energie, ungefähr vergleichbar mit der eines Kernspintomographen. Diese Art
der Therapie erwies sich in manchen Fällen als hilfreich, manchmal sogar
dann, wenn alle anderen Therapien nicht angeschlagen haben. Zu Beginn dachte
man, man könnte mit der Magnetstimulation die Elektrokrampftherapie ersetzen.
Inzwischen weiß man aber, daß die Magnetstimulation besonders gut
bei jüngeren Patienten mit leichten oder mittleren Depressionen wirkt. Die
Magnetstimulation regt das Gehirn dazu an, vermehrt Botenstoffe auszuschütten
und erhöht den Sauerstoffgehalt und den Glukosestoffwechsel.
Wie wird die Magnetstimulation durchgeführt?
Es wird zunächst der Punkt
im Gehirn gesucht, bei dessen Stimulation mit der magnetischen Energie es zu leichten,
schmerzlosen Zuckungen im rechten Daumen kommt. Von diesem Punkt aus wird das
Arial für die Stimulation markiert. Die Stimulation erfolgt durch mehrere
Reize, es sind zwischen 25 bis 40 pro Sekunde. Pro Sitzung können zwischen
20 bis 40 solcher Serien angewendet werden. Es werden Sitzungen an 14 bis 21 Tagen
hintereinander durchgeführt. Die Magnetstimulation hat den großen
Vorteil, daß keine Narkose angewendet werden muss. Sie bereitet außerdem
keine Schmerzen. Die Magnetstimulation ist im Moment allerdings noch in
der Testphase, sie steht also zur Zeit noch nicht großflächig zur Verfügung.
zurück zur Depressions-Therapie-Übersicht |