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  Depressionen
                                            - was sind Depressionen und was kann man dagegen tun?

Lichttherapie

Daß die Wirkung von Licht eine positive Auswirkung auf die Stimmung und auf den Antrieb hat, ist wohl jedem bewußt. Viele von uns kennen die Müdigkeit, die sich manchmal in den dunklen Wintertagen bei uns einstellt. Im Gegensatz dazu erleben wir viele schöne Tage im Sommer.

Schon im frühen 20. Jahrhundert wurde die Wirkung des elektrischen Lichtes wegen der positiven Wirkungen auf depressive Menschen bei Therapien eingesetzt. Warum Licht jedoch eine solche positive Wirkung hat, ist bis heute nicht geklärt.

Das Anwendungsgebiet für eine Lichttherapie ist jedoch eher schmal, sie hilft nur einem kleinen Teil der an einer Depression erkrankten Menschen.

Für wen kommt eine Lichttherapie in Frage?
Das Hauptgebiet ist eine saisonale Depression, die vielen als Winterdepression geläufig ist. Dies ist eine Unterform der depressiven Erkrankungen, die sehr eng an die Jahreszeit gebunden ist. Menschen, die zwischen Oktober und März ein deutlich schlechteres Befinden haben und dadurch depressiv werden, können durch eine Lichttherapie eine Besserung erfahren. Symptome dieser Art von Depressionen sind zum Beispiel ein Heißhunger auf kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie etwa Nudeln und Schokolade und ein sehr großes Schlafbedürfnis.

Nach Prüfung durch die Krankenkasse übernimmt diese im Einzelfall die Kosten der Lichttherapie, möglicherweise müssen Sie die Therapie aber auch selbst bezahlen. Es ist auch möglich, die Therapie zu Hause durchzuführen, wenn man sich einen speziellen Lichtschirm beschafft. Gelegentlich werden diese Lichtschirme ebenfalls von der Krankenkasse bezahlt.

Wie wird eine Lichttherapie durchgeführt?
Diese Therapie ist sehr einfach. Wichtig ist allein, daß der Depressive über einen bestimmten Zeitraum, zum Beispiel eine Stunde, vor einer hellen Lichtquelle sitzt und dabei in bestimmten Abständen regelmäßig in das helle Licht guckt. In der Netzhaut sitzen Rezeptoren, die über dieses Licht die Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffe veranlassen. Gleichzeitig wird die Regulation innerer Rhythmen wieder stimuliert. Sehr wichtig ist, daß diese Rezeptoren auch stimuliert werden. Das bedeutet, daß das Auge sich nahe genug an der Lichtquelle befinden muss. Außerdem muss das Licht hell genug sein. Normalerweise werden hier Lampen mit 2500 bis 10.000 lx verwendet. Die normale Lichtstärke in hohen Räumen liegt im Gegensatz dazu gerade einmal bei 300 bis 500 lx, in hellen Büros sind es 500 bis 1000 lx.

Gibt es Nebenwirkungen bei einer Lichttherapie?
Bei einer Lichttherapie wird nur ein bestimmter Teil des Spektrums des Lichtes verwendet. Es werden keine ultravioletten oder infraroten Lichtstrahlen verwendet. Bei einer technisch einwandfreien Lichtquelle können also kaum Nebenwirkungen, wie zum Beispiel ein Sonnenbrand und ein damit zusammenhängendes Krebsrisiko, auftreten. Bei manchen Patienten wird jedoch ein etwas gesteigerter Tränenfluss und Reizungen am Auge festgestellt. Sehr selten kommt es zu einer Überaktivität und einer Gereiztheit, was allerdings auch auf die zugrundeliegende Depression zurückgeführt werden kann.


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