Was hat die Depression mit Angst zu tun?
Depressionen und Angst scheinen in Zusammenhang zu stehen. Viele
Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, leiden auch unter
einer Angst.
Dabei spielen Versagensängste eine große Rolle. Depressive
haben immer wieder das Gefühl, in ihrem bisherigen Leben versagt
zu haben. Gleiches gilt auch für die Zukunft. Diese Versagensängste
betreffen häufig spezielle Lebenssituationen. So lösen
bereits Alltäglichkeiten des normalen Lebens wie der notwendige
Einkauf oder die Hausarbeit Angst aus. Immer wieder wird befürchtet,
bereits solche Tätigkeiten nicht zu schaffen, zu versagen.
Auch das Gefühl, ihren Kindern keine guten Eltern zu sein,
kennen viele depressiv erkrankte Menschen nur zu gut. Der Gedanke,
daß solche Dinge vor Beginn der Depressionserkrankung problemlos
bewältigt werden konnten bzw. solche Befürchtungen nicht
existierten, scheint wie ausgelöscht.
Viele Betroffene, die an einer Depression erkrankt sind, kennen
auch die Angst, in ihrem Leben schwere, nicht mehr zu korrigierende
Fehler gemacht zu haben oder gar eine Schuld auf sich geladen zu
haben.
Neben diesen Versagensängsten spielen auch Verlust- und Trennungsängste
eine große Rolle. Es wird befürchtet, vom Partner verlassen
zu werden, Freunde, Bekannte und nahe Angehörige zu verlieren.
Angst vor Einsamkeit wird aufgebaut, eine allgemeine Zukunftsangst
entsteht.
Auch kommen regelrechte Angstattacken vor, die häufig von
körperlichen Symptomen begleitet werden. Bekannt sind in diesem
Zusammenhang sicherlich Engegefühle in der Brust, das Gefühl,
keine Luft mehr zu bekommen, die Angst, einen Herzinfarkt zu erleiden
oder umzufallen. Weitere körperliche Symptome stellen auch
Schwitzen, Unruhe und Zittern dar.
Diese Angst kann so stark werden, daß es zu Panikattacken
kommt oder sich die Angst dauerhaft festsetzt in Form einer Phobie
(z.B. vor Dingen, Situationen oder Tieren) .
Wie oft und ob überhaupt eine solche Angst auftritt, ist bei
jedem Erkrankten unterschiedlich, aber ungewöhnlich ist es
nicht. Deshalb sollte der Arzt zuerst herausfinden, ob die Angst
die Depression ausgelöst hat oder die Depression die Angst.
Natürlich ist die Ursache zuerst zu behandeln.
Die modernen Antidepressiva können zum Glück auch bei
Angststörungen angewendet werden. Viele Präparate haben
eine angstlösende Wirkung. Sprechen Sie deshalb Ihren Behandler
auf eventuell vorhandene Ängste an, damit das optimale Medikament
bzw. die optimale Behandlung für Ihre Beschwerden herausgearbeitet
werden kann.
Hilfreich kann auch schon das Wissen sein, daß die oben beschriebenen
Ängste häufig geschildert werden und typisch in Zusammenhang
mit einer Depression zu sein scheinen.
Wenn Sie sich detaillierter über Angst, Panik und Phobien
informieren möchten, würden wir uns auf einen Besuch folgender
Seite freuen:
http://www.angst-phobie-panik.de
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