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  Depressionen
                                            - was sind Depressionen und was kann man dagegen tun?

Was ist eine Panikstörung?

Von einer Panikstörung spricht man dann, wenn immer wieder Panikattacken auftreten. Man muss jedoch dazu sagen, daß eine einzelne Panikattacke nicht gleich auf eine Panikstörung hindeutet.

Ungefähr 2 % der Bevölkerung leidet unter Panikstörungen, Frauen trifft es dabei öfters als Männer. Meistens tritt die erste Panikattacke zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Eine solche Panikattacke erkennt man daran, daß plötzlich, ohne bestimmten Grund, eine massive Angst auftritt. Die Betroffenen fürchten, sterben zu müssen, weil sie glauben, daß sie ein körperliches Leiden haben.

Eine solche Panikattacke dauert typischerweise zwischen 10 und 30 Minuten, es soll aber Panikattacken geben, die mehrere Stunden andauern.

Männer zwischen 40 und 60 Jahren haben oftmals eine Angst vor einem Herzinfarkt, ohne daß sie tatsächlich eine solche Erkrankung haben. Man nannte diese Krankheit früher Herzangst oder Herzphobie. Die Ursache dafür ist meistens, daß jemand im Umfeld des Betroffenen an einer Herzerkrankung leidet.

Die Panikstörung kann manchmal auch mit einer Agoraphobie zusammen auftreten. Die Betroffenen fahren dann zum Beispiel nicht mehr mit Bussen, der Bahn oder in Straßenbahnen, sie gehen nicht mehr in das Theater oder ins Kino, sie gehen in keinen Supermarkt mehr oder auch nicht mehr zu öffentlichen Veranstaltungen. In der Folge davon kommt es nicht selten vor, daß sie sozial verkümmern und manchmal auch ihren Arbeitsplatz verlieren.


Eine Panikreaktion von Menschenmassen bei Katastrophen ist eine hochgefährliche Reaktion auf die Angst zu sterben bzw. körperlichen Schaden zu nehmen. Dabei flüchten die Massen ohne jegliche Rücksicht auf andere, blind der Angst folgend, ohne Überlegung und unorganisiert, Hauptsache, man kommt in Sicherheit.

Dabei entsteht meist die größte Panikreaktion, wenn tatsächlich ein Ausweg vorhanden zu sein scheint.


Der Begriff der Panikattacke als akuter Angstanfall im Sinne eines klinischen Syndroms bedeutet eine Einengung auf eine individuelle Symptomatik. Hier fühlen sich Menschen bedroht durch massive Symptome ihres eigenen Körpers (Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Erstickungsgefühle, Flimmern vor den Augen, Taubheits- und Kribbelgefühle usw.), so daß sie oft glauben, sterben zu müssen, obwohl sie gesund und äußerlich nicht bedroht sind.

 

Die Ursachen der Panikstörung

Panikattacken können ausgelöst werden durch Stoffe wie Koffein, Alkohol, Medikamente oder eine körperliche Erkrankung.

Besonders das Nikotin hat nicht die beruhigende Wirkung, die man ihm nachsagt. Tatsächlich regt das Nikotin den Körper an. Und wenn man dann sowieso schon innerlich aufgeregt ist, so kann die Zigarette, die man eigentlich zur Beruhigung raucht, einen weiteren Anstieg der Aufregung verursachen. So nähert man sich unbewusst einer Panikattacke.

Auch Stress, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, die Partnerschaft oder durch Geldsorgen, können eine ständige Aufregung verursachen. Die Schwelle zu einer Panikattacke wird dadurch gesenkt, so daß bereits ein kleiner Auslöser genügt, um einen Panikanfall zu haben.

Körperliche Krankheiten können ebenfalls zu einer panikähnlichen Situation führen. Dazu gehören unter anderem Krankheiten wie:

Durch eine solche Erkrankung kann plötzlich eine Angst auftreten, die sich innerhalb weniger Minuten zu einem Panikanfall ausweitet. Allerdings lassen diese Angstgefühle und Panikgefühle bereits nach kurzer Zeit wieder nach. Während einer solchen Attacke haben die Betroffenen sehr große Angst um ihr Leben und auch körperliche Anzeichen wie zum Beispiel Schwitzen, Zittern, Benommenheit oder Herzrasen.


Diagnose von Panikstörungen

Auch hier ist es wichtig, sich erst einmal zu einem Arzt zu begeben und sich ausführlich mit ihm zu unterhalten. Schildern Sie dem Behandler, was in diesem Moment in Ihnen vorgeht, wann diese Panikattacken auftreten und was die möglichen Auslöser sind. Interessant ist es zum Beispiel auch, wenn der Arzt sich mit Ihren Angehörigen unterhält, wie diese Ihre Panikattacken erleben. Wichtig ist es natürlich zu erkennen, ob möglicherweise eine körperliche Ursache hinter Ihren Panikattacken steht.


Therapie bei Panikstörungen

Die Therapie bei Panikstörungen begrenzt sich auf eine Behandlung mit Medikamenten und einer Psychotherapie, meist einer Verhaltenstherapie.

Die Medikamente, die eingesetzt werden, sind meistens Antidepressiva, Medikamente also, die man auch bei Depressionen einsetzt.

Bei einer nicht-medikamentösen Therapie lernt der Betroffene, warum seine Panikstörungen auftreten, welche Ursachen dafür zuständig sind und was er dagegen unternehmen kann.

Parallel zu einer Therapie kann auch das Erlernen von Entspannungstechniken die Heilung unterstützen.


Prognose

Da Panikstörungen, wenn man sie nicht behandelt, wahrscheinlich lebenslang bestehen bleiben, ist es nötig, sich einer geeigneten Therapie zu unterziehen. Während dieser Therapie können immer wieder panikfreie Phasen auftreten, jedoch auch Phasen, in denen man immer wieder in Panik verfällt.

Leider versuchen viele, die unter einer Panikstörungen leiden, diese Störung durch Medikamente oder Alkohol in den Griff zu bekommen. Normalerweise hat dies jedoch keine Erfolgsaussicht, allerdings entwickeln viele von diesen Personen zusätzlich eine Sucht, z.B. eine Alkoholsucht.

 

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