Angst - Phobie - Panik

 

Wie sich durch eine Psychotherapie die Partnerschaft verändern kann - Aus der Sicht des Partners


Endlich: Ihr angstkranker Partner hat endlich eine Psychotherapie angefangen, von nun an wird alles besser. Ihr Partner geht regelmäßig zu seinen Sitzungen und so manches ändert sich.

Allerdings ändert sich nicht alles nur zum Besseren, so manches kann sich auch als Belastung, speziell für den Partner, herausstellen.

Denn so, wie die Erkrankung bisher das Leben des Betroffenen und seines Partners beeinflusst hat, so beeinflusst jetzt die Therapie und die damit einhergehenden Veränderungen den Alltag.

Wenn Sie also einen Partner haben, der eine Psychotherapie durchführt, sollten Sie sich darauf gefasst machen, daß:

  • Sie sich überflüssig fühlen, weil Ihr Partner jetzt vieles nur noch mit seinem Therapeuten bespricht

  • Sie vielleicht sogar eine Art Eifersucht bekommen, weil der Therapeut Ihrem Partner so nahe kommt

  • Ihr Partner plötzlich Dinge tut, die er bisher nicht getan hat, obwohl Sie ihm das geraten haben

  • Sie plötzlich niemanden mehr haben, mit dem Sie Ihre Probleme besprechen können

  • Sich plötzlich alles nur noch um die Therapie dreht

  • Sich Ihr Partner von Ihnen loslöst und wieder ein eigenes Leben beginnt

  • Sie nicht mehr so wie bisher gebraucht werden

  • Sie Angst bekommen, daß die Partnerschaft auseinanderbricht

  • Sie sich plötzlich neuen Situationen gegenübersehen

Warum ist das so?

Die Angst- oder Panikerkrankung ist ein wesentlicher Teil im Leben des Betroffenen. Er richtet bewußt oder unbewußt sein Leben darauf aus.
Und so ist es klar, daß dann, wenn durch eine Therapie diese Ängste immer weiter zurückgehen, sich auch sein Leben und sein Wesen verändert. Dies bedeutet, daß sich sowohl sein Leben als auch die Wahrnehmung des Lebens bisweilen grundlegend verändern. Plötzlich kann man viel mehr Aktivitäten durchführen, zudem ist man nicht mehr auf die Hilfe anderer angewiesen.

Dies hat natürlich auch auf eine Partnerschaft Auswirkungen: Sie als sein Partner werden plötzlich nicht mehr so gebraucht wie bisher, manchmal fühlen Sie sich auch überflüssig. Die Partnerschaft muß also ein neues Gleichgewicht finden.

Möglicherweise hat sich Ihr Partner derart verändert, daß er plötzlich wesentlich selbstsicherer auftritt, daß er Dinge und Unternehmungen unbedingt möchte, die er (und Sie) bisher nicht mochten. Eine gewisse Kulanz ist also von Nöten.

Es ist also wichtig, daß Sie verstehen, daß sich das Leben Ihres Partners sehr verändert hat und daß sich auch teilweise sein Wesen verändert hat. Es kommen neue Impulse in die Partnerschaft, die bisher nicht vorhanden waren und die jetzt verarbeitet werden müssen.

 


 

 

 

Falls Sie Auszüge aus dieser Homepage verwenden, setzen Sie bitte einen Link zu
http://www.depressionen-depression.net/angst auf die entsprechenden Seiten.







 

 

 

 

 

Bitte beachten Sie:
Wenn Sie glauben, daß Sie an einer Angsterkrankung leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Das alleinige Lesen der hier gefundenen Informationen macht einen Arztbesuch nicht überflüssig!

 

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Die Agoraphobie       (Platzangst)

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